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Instrument

Blasinstrument

Tonerzeugung durch Anregung einer Luftsäule.

Was es bedeutet

Bei einem Blasinstrument entsteht der Ton, weil eine Luftsäule im Inneren eines Rohres in Schwingung versetzt wird. Wie diese Anregung geschieht, unterscheidet die Familien: durch einen an einer Kante gebrochenen Luftstrom wie bei Flöten, durch ein schwingendes einfaches Rohrblatt wie bei Klarinette und Saxophon, durch ein Doppelrohrblatt wie bei Oboe und Fagott oder durch die schwingenden Lippen des Spielers wie bei allen Blechblasinstrumenten. Die Tonhöhe hängt von der wirksamen Länge der Luftsäule ab und davon, welcher Naturton dieser Länge angeregt wird.

Musikalische Verwendung

Aus dem Bauprinzip folgen die musikalischen Eigenheiten. Tonlöcher und Klappen verkürzen die Luftsäule stufenweise, Ventile und Züge schalten zusätzliche Rohrlänge zu; beides erzeugt die chromatische Skala auf unterschiedlichen Wegen. Weil jeder Ton Atem verbraucht, gliedert sich Bläsermusik von Natur aus in Phrasen, und Komponisten rechnen mit Atemstellen so selbstverständlich wie mit Bogenwechseln bei Streichern. Viele Blasinstrumente sind transponierend notiert, was ihre Griffweise vereinheitlicht: Eine Klarinette in B liest dieselben Griffe wie eine in A, obwohl anderes erklingt. Der Klang deckt eine große Spanne ab, vom weichen Flötenton bis zur scharfen Trompetenfanfare.

Spielpraxis

Die Grundlage jedes Blasinstruments ist die Atemführung: tief einatmen ohne Anheben der Schultern, gleichmäßig ausatmen mit Stütze aus der Bauchmuskulatur. Übe lange Töne täglich, denn daran zeigt sich Ansatz, Luft und Intonation zugleich. Plane Atemstellen bewusst und notiere sie in den Noten, statt zu atmen, wenn die Luft ausgeht. Wärme das Instrument vor dem Spielen an, weil die Stimmung von der Temperatur der Luftsäule abhängt. Halte Rohrblätter, Polster oder Ventile gepflegt; ein Großteil aller Ansprachprobleme hat mechanische, nicht spielerische Ursachen.

transponierende Notation beim Zusammenspiel Verwirrung stiften kann: Wer eine Stelle mit einem anderen Instrument abgleicht, muss die klingende Höhe im Kopf haben. Notiere sie bei heiklen Stellen an. Prüfe, wie sich Intonation und Ansprache mit der Lautstärke verändern, denn bei den meisten Blasinstrumenten steigt der Ton im Forte und sinkt im Piano. Halte Rohrblätter, Polster und Ventile gepflegt und führe eine kurze Kontrolle vor jeder Probe durch, weil mechanische Fehler leicht für Spielfehler gehalten werden.