Flute
Englisch und Französisch für Flöte.
Was es bedeutet
Flute ist die englische und französische Bezeichnung für die Flöte; im Französischen wird sie flûte geschrieben. In Partituren steht der Begriff für die Querflöte, sofern kein Zusatz etwas anderes angibt. Wichtige Zusätze sind flûte traversière für die Querflöte, flûte à bec für die Blockflöte sowie flûte piccolo oder schlicht piccolo für die kleine, oktavierende Flöte. Im Englischen meint recorder die Blockflöte, während flute allein für die Querflöte steht — eine Unterscheidung, die beim Lesen von Besetzungsangaben wichtig ist.
Musikalische Verwendung
Die Querflöte gehört zu den Holzblasinstrumenten, obwohl moderne Instrumente meist aus Metall bestehen; maßgeblich ist die Tonerzeugung durch einen an der Kante des Mundlochs gebrochenen Luftstrom. Sie ist nicht transponierend und klingt, wie sie notiert ist, mit einem Umfang von etwa drei Oktaven ab dem eingestrichenen c. Ihr Klang ist in der Tiefe weich und verhalten, in der Mittellage rund, in der Höhe hell und durchsetzungsfähig. Im Orchestersatz übernimmt sie Melodie, Figurwerk und klangliche Aufhellung; als Soloinstrument besitzt sie ein Repertoire, das vom Barock bis in die Gegenwart reicht.
Spielpraxis
Der Ton entsteht aus dem Zusammenspiel von Lippenöffnung, Luftrichtung und Luftgeschwindigkeit; Kraft hilft nicht, Zielgenauigkeit schon. Übe lange Töne und den Oktavwechsel ohne Griffänderung, um die Kontrolle über den Luftwinkel zu gewinnen. Rechne mit hohem Luftverbrauch besonders in der Tiefe und plane Atemstellen musikalisch. Die Intonation wandert mit der Dynamik: leise Töne sinken, laute steigen — gleiche das über die Lippenstellung aus, nicht über das Kopfstück. Wärme das Instrument an, bevor du stimmst. Reinige es nach jedem Spiel innen und halte die empfindliche Mechanik frei von Verbiegungen.
Besetzungsangaben in französischen und englischen Quellen leicht missverstanden werden: Ein Stück für flûte à bec ist nicht für Querflöte gedacht, und umgekehrt. Prüfe den Zusatz, bevor du eine Stimme übernimmst. Für Musik des 18. Jahrhunderts lohnt die Beschäftigung mit der Traversflöte, deren ungleiche Tonartenfarben zum Stil gehören. Im Orchester ist die Abstimmung mit der Oboe wichtig, weil beide oft dieselbe Linie färben; kläre Artikulation und Vibrato gemeinsam.