Trommel
Schlaginstrument mit Fell.
Was es bedeutet
Eine Trommel ist ein Schlaginstrument, bei dem ein gespanntes Fell den Klang erzeugt; die Systematik nennt solche Instrumente Membranophone. Der Kessel oder Rahmen trägt das Fell und formt den Klang, ohne selbst wesentlich mitzuschwingen. Trommeln gibt es mit einem oder zwei Fellen, in zahllosen Größen und Bauformen — von der flachen Rahmentrommel über Zylinder- und Kesseltrommeln bis zu Bechertrommeln. Die meisten haben keine bestimmbare Tonhöhe; Ausnahmen sind die Pauke und einige andere Instrumente, deren Spannung gezielt gestimmt wird.
Im Notenbild
Trommeln werden in einer Schlagzeugzeile notiert, bei mehreren Instrumenten in einem Perkussionssystem mit fester Zuordnung der Linien. Angaben zu Schlägel, Anschlagstelle und Dämpfung stehen als Wortanweisungen dabei, weil dieselbe Note je nach Ausführung sehr verschieden klingt.
Musikalische Verwendung
Trommeln gehören zu den ältesten und weltweit am weitesten verbreiteten Instrumenten. Im Orchester liefern große und kleine Trommel Wucht und rhythmische Kontur; im Schlagzeugsatz der Popularmusik bilden Basstrommel und Snare zusammen mit den Becken das Gerüst. In zahlreichen Musikkulturen tragen Trommeln komplexe rhythmische Strukturen, bei denen verschiedene Anschlagarten auf demselben Fell unterschiedliche Klänge ergeben — ein Reichtum, der sich in europäischer Notation nur unvollständig abbilden lässt.
Spielpraxis
Achte auf gleichmäßige Fellspannung rundum und stimme beide Felle aufeinander ab, sofern das Instrument zwei hat. Die Anschlagstelle verändert den Klang stark: Fellmitte klingt voll und kurz, zum Rand hin dünner und obertonreicher. Lass die Schlägel zurückfedern, statt das Fell niederzudrücken. Dämpfe bewusst, wenn der Nachklang stören würde, und prüfe die Wirkung im Raum. Naturfelle reagieren stark auf Witterung — kontrolliere sie vor jedem Einsatz und schütze sie vor Nässe.
die Stimmung der Felle auch bei Instrumenten ohne bestimmte Tonhöhe eine Entscheidung ist: Das Verhältnis von Schlagfell und Resonanzfell bestimmt Klangfarbe und Ausklingdauer. Probiere es im Zusammenhang der ganzen Besetzung aus, nicht allein. Für leise Stellen lohnen leichtere Schlägel oder eine andere Anschlagstelle statt bloßer Zurückhaltung. Prüfe vor der Aufführung Spannreifen und Schrauben. Bei Naturfellen gehört ein Wetterschutz zur Ausrüstung, und nach dem Spiel sollte das Instrument langsam trocknen.