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Instrument

Bansuri

Indische Bambus-Querflöte ohne Mundstück mit sechs bis sieben Grifflöchern.

Was es bedeutet

Die Bansuri ist eine Querflöte aus Bambus mit einem geschlossenen und einem offenen Ende, ohne gesondertes Mundstück. Sie hat üblicherweise sechs oder sieben Grifflöcher und wird in unterschiedlichen Längen gebaut, wobei die Grundstimmung von der Länge des Rohrs abhängt. Halbtöne entstehen nicht durch Klappen, sondern durch teilweises Abdecken der Löcher oder durch Änderung des Anblaswinkels.

Musikalische Verwendung

Die Bansuri ist ein zentrales Melodieinstrument der nordindischen klassischen Musik und der Volksmusik. Sie eignet sich besonders für Glissandi und die feinen Tonhöhenverzierungen (Shruti), die in der indischen Musik eine zentrale Rolle spielen. Musiker wie Hariprasad Chaurasia trugen wesentlich zu ihrer internationalen Bekanntheit bei, unter anderem durch Zusammenarbeit mit westlichen Musikern.

In der hinduistischen Tradition gilt die Bansuri als Attribut des Gottes Krishna, der in Malerei und Tanztheater oft mit der Flöte inmitten von Hirtinnen (Gopis) dargestellt wird. Bildliche Belege reichen bis in die Antike zurück, etwa in Reliefs der Sanchi-Stupa und Höhlenmalereien von Ajanta.

Spielpraxis

Übe zunächst den Ansatz und den Anblaswinkel, da die Bansuri ohne Kernspalte oder Mundstück auskommt und die Tonerzeugung stark von der Lippenstellung abhängt. Arbeite an weichen Übergängen und Glissandi zwischen den Tönen, statt einzelne Töne isoliert zu artikulieren.