Basstrompete
Tief gestimmtes Blechblasinstrument der Trompetenfamilie, u. a. in Opernorchestern eingesetzt.
Was es bedeutet
Die Basstrompete ist eine Ventiltrompete, die deutlich tiefer klingt als die gewöhnliche Trompete. Ihre Notation stimmt mit der der Es-Trompete überein, doch klingt sie zwei Oktaven tiefer als dort notiert, wodurch sie klanglich näher an Posaune oder Tenorhorn liegt als an der hellen Trompete.
Musikalische Verwendung
Die Basstrompete findet vor allem im Opernorchester und in spätromantischer Orchestermusik Verwendung, wo sie dem Blechbläsersatz eine kräftige, aber trompetenartig geschärfte Tiefe verleiht, die sich von der weicheren Posaune unterscheidet. Richard Wagner setzte sie in seinen Musikdramen ein, um bestimmte Klangfarben im tiefen Blechregister zu erzielen.
Abzugrenzen ist die Basstrompete von der Bassposaune, die einen runderen, weniger schneidenden Ton hat, sowie von der gewöhnlichen B-Trompete, deren Tonlage deutlich höher liegt.
Spielpraxis
Da die Basstrompete selten ist, wird ihre Stimme heute oft von Posaunisten oder Tenorhornisten übernommen. Wenn du eine solche Stimme spielst, orientiere dich am geforderten Klangcharakter: gefragt ist eine trompetenartige Schärfe, kein Posaunenton.