Becken
Schlaginstrument aus einer oder zwei gewölbten Metallscheiben.
Was es bedeutet
Becken sind Schlaginstrumente aus gewölbten, meist bronzenen Metallscheiben. Man unterscheidet Paarbecken, die durch Zusammenschlagen zweier Scheiben mit den Händen klingen, von Hängebecken, die einzeln aufgehängt oder auf einem Ständer montiert und mit Schlägeln oder Trommelstöcken angeschlagen werden.
Der Klang entsteht durch komplexe, unharmonische Schwingungen der Metallscheibe und erzeugt ein metallisch schimmerndes, je nach Größe und Bauart helles oder dunkles Geräusch von kurzer bis sehr langer Ausklingdauer.
Musikalische Verwendung
Im Orchester kommen sowohl Paarbecken für kräftige Akzente als auch das Hängebecken zum Einsatz, das im modernen Schlagzeug als Bestandteil eines ganzen Beckensatzes mit unterschiedlichen Funktionen dient, etwa als Ride-, Crash- oder Hi-Hat-Becken. In Blasmusik, Bigband und Popularmusik ist das Schlagzeug-Becken ein zentrales Klangfarbenelement.
Abzugrenzen ist das Becken vom Gong, der eine flache, meist ungewölbte Scheibe mit anderem Klangcharakter ist, und vom Tamtam, das freihängend und ohne feste Tonhöhe einen noch dunkleren, obertonreichen Klang erzeugt.
Spielpraxis
Wenn du Paarbecken spielst, führe die Scheiben in einer leichten Streifbewegung zusammen statt sie flach aufeinanderzuklatschen, damit der Klang voll und nicht dumpf wird. Am Hängebecken variierst du Klangfarbe und Lautstärke, indem du die Anschlagstelle zwischen Rand, Fläche und Kuppel wechselst.