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Form

Calypso

Liedform aus Trinidad mit witzigen, oft gesellschaftskritischen Texten.

Was es bedeutet

Der Calypso ist eine populäre Liedform von der karibischen Insel Trinidad, die im frühen 20. Jahrhundert aus älteren afrokaribischen Gesangstraditionen entstand. Kennzeichnend sind witzige, oft improvisierte Texte, die aktuelle Ereignisse, Klatsch oder gesellschaftliche und politische Missstände humorvoll und pointiert kommentieren.

Der Calypso ist eng mit dem Karneval Trinidads verbunden, bei dem Calypso-Sänger, sogenannte Calypsonians, in Wettbewerben um die besten und witzigsten Texte des Jahres konkurrieren.

Musikalische Verwendung

Musikalisch zeichnet sich der Calypso durch einen tänzerischen, meist mittleren Zweiertakt und call-and-response-artige Wechsel zwischen Solostimme und Chor aus. International bekannt wurde der Stil vor allem durch Harry Belafontes Aufnahmen der 1950er-Jahre, etwa das Lied Day-O (The Banana Boat Song).

Abzugrenzen ist der Calypso vom später aus ihm hervorgegangenen Soca, einer schnelleren, tanzorientierteren Weiterentwicklung, die den textlichen Wortwitz zugunsten eines stärkeren rhythmischen Antriebs zurücknimmt.