Zum Inhalt springen
Form

Reggae

Jamaikanischer Musikstil mit betonten Offbeats und langsamem Tempo (Bob Marley).

Was es bedeutet

Reggae ist ein jamaikanischer Musikstil, der Ende der 1960er Jahre aus Ska und Rocksteady hervorging. Kennzeichnend sind das langsame bis mäßige Tempo, betonte Offbeats, die die Gitarre mit kurzen, gedämpften Akkorden setzt („Skank“), und ein prägnanter, melodischer Bass. Das Schlagzeug betont oft die dritte Zählzeit im Takt („One Drop“).

Musikalische Verwendung

Reggae wurde durch Bob Marley (1945–1981) und andere Musiker weltweit bekannt. Die Texte behandeln häufig soziale Ungerechtigkeit, Freiheit, Liebe und den Glauben der Rastafari. Der Stil beeinflusste Rock, Pop und später Hip-Hop und Dub. Die Musik lebt von Zurückhaltung und Wiederholung; der Raum zwischen den Tönen ist wichtiger Teil des Klangs.

Abzugrenzen ist Reggae vom schnelleren Ska, der ebenfalls auf Offbeats beruht, und vom Rocksteady, der langsamer als Ska, aber weniger tief im Bass verwurzelt ist.

Spielpraxis

Wenn du Reggae spielst, halte das Tempo entspannt und lass den Bass tragen. Als Gitarrist setzt du die Akkorde kurz auf die Offbeats und dämpfst sie sofort; als Schlagzeuger achtest du auf die Betonung der dritten Zählzeit.