Funk
Afroamerikanischer Stil mit synkopiertem Groove.
Was es bedeutet
Funk ist ein afroamerikanischer Musikstil, der in den 1960er Jahren in den USA aus Soul, Rhythm and Blues und Jazz hervorging. Im Zentrum steht der Groove: ein rhythmisches Muster, das aus dem Zusammenspiel von Schlagzeug, Bass und Gitarre entsteht und über lange Strecken wiederholt wird.
Kennzeichnend ist eine starke Betonung der ersten Zählzeit des Takts, häufig als „die Eins" bezeichnet, bei gleichzeitig dichter Synkopierung der übrigen Zählzeiten. Bass und Gitarre spielen kurze, scharf artikulierte Figuren, oft in Sechzehnteln, die ineinandergreifen. Harmonisch bleibt Funk häufig lange auf einem einzigen Akkord, sodass die Spannung aus dem Rhythmus kommt statt aus der Harmonie.
Vom Disco-Stil, der teilweise aus Funk hervorging, unterscheidet er sich durch die Synkopen: Disco betont gleichmäßig jede Zählzeit, Funk vor allem die Eins und die Verschiebungen dazwischen.
Im Notenbild
Funk wird selten vollständig notiert. In Arrangements stehen Bass- und Gitarrenfiguren ausgeschrieben, häufig in Sechzehnteln, mit vielen Pausen und Akzenten. Die Schlagzeugstimme zeigt das Grundmuster. Harmonien erscheinen als Akkordsymbole, oft mit Erweiterungen.
Musikalische Verwendung
Funk prägte die populäre Musik der 1970er Jahre und wirkte in Hip-Hop, Disco und viele spätere Stile hinein. Die Techniken des Funk-Basses und der Funk-Gitarre gehören heute zur Grundausbildung in diesen Instrumenten.
Funk entstand in den 1960er Jahren aus Soul und Rhythm and Blues; als Wegbereiter gilt James Brown. Kennzeichen sind die Betonung der Eins, synkopierte Basslinien, perkussive Gitarrenriffs und dichte Rhythmusschichten, in denen jedes Instrument einen kleinen Teil des Grooves spielt. Harmonisch bleibt Funk oft lange auf einem Akkord. Er beeinflusste Disco, Hip-Hop und Fusion. ## Spielpraxis
Spiele kurz und präzise; im Funk zählt jede Sechzehntel, und Pausen sind ebenso wichtig wie Töne. Betone die Eins deutlich. Achte auf das Zusammenspiel mit dem Schlagzeug, denn der Groove entsteht erst im Ensemble. Und übe mit Metronom auf leisen Zählzeiten, um das Gefühl für die Synkopen zu schärfen.