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Form

Soul

Afroamerikanische Popmusik der 1960er-Jahre aus Gospel und Rhythm and Blues.

Was es bedeutet

Soul ist eine afroamerikanische Popmusikrichtung, die in den 1950er- und vor allem 1960er-Jahren in den USA aus der Verbindung von Gospel und Rhythm and Blues entstand. Kennzeichnend ist ein expressiver, oft schreiender oder klagender Gesangsstil, der Techniken des Gospelgesangs in weltliche Themen wie Liebe und Alltag überträgt.

Der Name „Soul" („Seele") verweist auf diesen tief empfundenen, emotionalen Ausdruck.

Musikalische Verwendung

Wichtige Zentren des Soul waren Labels wie Motown in Detroit, mit einem glatteren, poporientierten Klang, und Stax in Memphis, mit einem raueren, bläsergestützten Southern-Soul-Stil. Zu den prägenden Stimmen zählen Aretha Franklin, Otis Redding, Sam Cooke und Marvin Gaye.

Musikalisch ruht Soul auf einem starken, tanzbaren Groove, meist mit Bläsersatz, Orgel und rhythmisch treibender Rhythmusgruppe, sowie auf Call-and-Response-Mustern zwischen Solostimme und Backgroundgesang, die ebenfalls aus der Kirchenmusik stammen.

Abzugrenzen ist Soul vom Rhythm and Blues, aus dem er hervorging und der tanzbarer und weniger vom Gospel geprägt war, sowie vom Funk, der sich in den späten 1960er-Jahren aus dem Soul entwickelte und den rhythmischen Groove noch stärker in den Vordergrund rückte.

Spielpraxis

Wenn du Soul singst, orientiere dich am expressiven Gospel-Erbe: Nutze Melismen, dynamische Sprünge und einen persönlichen, emotionalen Ton, statt glatt und distanziert zu singen. In der Begleitung achte auf einen satten, treibenden Groove, der die Sängerin oder den Sänger trägt.