Groove
Mitreißendes rhythmisches Zusammenspiel einer Band, das zum Mitbewegen anregt.
Was es bedeutet
Groove, englisch für „Rille“, bezeichnet das mitreißende rhythmische Zusammenspiel einer Band, das die Hörenden zum Mitbewegen anregt. Er entsteht nicht allein aus den notierten Rhythmen, sondern aus dem Zusammenwirken von Schlagzeug, Bass und weiteren Instrumenten, aus feinen zeitlichen Verschiebungen und der Betonung einzelner Schläge.
Musikalische Verwendung
Der Groove ist in Jazz, Funk, Soul, Rock und Popmusik ein zentrales Qualitätsmerkmal. Musiker sprechen davon, „im Groove zu sein“, wenn Zusammenspiel und Puls mühelos wirken. Kleinste Verschiebungen gegenüber dem exakten Raster, etwa ein leicht verzögerter Snare-Schlag, tragen zum Groove bei. Besonders geprägt wurde das Konzept im Funk, etwa durch die Musik von James Brown.
Abzugrenzen ist der Groove vom bloßen Metrum, das nur das gleichmäßige Zählmaß beschreibt, und vom Swing, der ein bestimmtes rhythmisches Gefühl des Jazz meint. Groove ist der übergeordnete Begriff für die rhythmische Lebendigkeit eines Stücks; Swing ist eine Variante davon.
Spielpraxis
Höre in einem Ensemble vor allem auf Schlagzeug und Bass und passe dich ihrem Puls an, statt dagegen zu spielen. Übe mit Metronom oder Playalong, spiele ganz präzise und füge dann bewusst Ausdruck durch kleine Verschiebungen und unterschiedliche Lautstärken hinzu.