Rhythm and Blues
Afroamerikanische Popularmusik der 1940er/50er-Jahre aus Blues, Jazz und Gospel.
Was es bedeutet
Rhythm and Blues (R&B) ist die afroamerikanische Popularmusik der 1940er und 1950er Jahre, die Elemente aus Blues, Jazz und Gospel verbindet. Kennzeichnend sind ein starker Rhythmus, oft im Shuffle-Takt, ein betonter Backbeat, Saxofon, Klavier, E-Gitarre und ausdrucksstarker Gesang. Der Begriff wurde 1949 vom Journalisten Jerry Wexler für die Zeitschrift „Billboard“ geprägt und ersetzte die abwertende Bezeichnung „Race Records“.
Musikalische Verwendung
Berühmte Künstler sind Ray Charles, Ruth Brown und Fats Domino. Der R&B war eine Wurzel des Rock ’n’ Roll, den er Mitte der 1950er Jahre mit hervorbrachte, und später des Soul. In den 1960er Jahren griffen britische Bands wie die Rolling Stones den R&B auf, und seit den 1990er Jahren bezeichnet der Begriff außerdem eine moderne Form des Soul-Pop.
Abzugrenzen ist der Rhythm and Blues vom Blues, der langsamer und gesanglicher ist, vom Jazz, der stärker auf Improvisation setzt, und vom Rock ’n’ Roll, der später aus ihm hervorging.
Spielpraxis
Wenn du R&B spielst, lege Wert auf den Rhythmus: Der Backbeat auf der Zwei und Vier trägt die Musik. Halte den Groove locker, aber sicher, und lass Solisten Raum für Ausdruck.