Gospel
Afroamerikanische geistliche Musik mit Chor, Soli und Call-and-Response.
Was es bedeutet
Gospel ist eine afroamerikanische geistliche Musik, die im Gottesdienst und in Konzerten gesungen wird. Der Name kommt vom englischen „gospel“ für „Evangelium“. Typisch sind ein kräftiger Chor, solistische Passagen und das Wechselspiel zwischen Vorsänger und Chor, das sogenannte Call-and-Response, dazu ein mitreißender Rhythmus und viel Improvisation.
Musikalische Verwendung
Der Gospel entwickelte sich in den 1930er Jahren aus den Spirituals der afroamerikanischen Gemeinden, den Bluesgesängen und der Kirchenmusik der schwarzen Kirchen in den USA. Thomas A. Dorsey gilt als einer der Begründer, und Sängerinnen wie Mahalia Jackson machten den Stil weltweit bekannt. Gospel beeinflusste Soul, Rhythm and Blues und Popmusik stark; viele Künstler der Popularmusik begannen im Gospelchor.
Abzugrenzen ist der Gospel vom Spiritual, dem älteren, oft aus der Zeit der Sklaverei stammenden geistlichen Lied, und vom Blues, der weltliche Themen behandelt. Der Gospel ist dagegen durch Chor, Band und die Freude an religiösem Ausdruck geprägt.
Spielpraxis
Singe Gospel mit vollem Einsatz von Atem und Körper, klatsche oder gehe den Groove mit und antworte im Chor auf den Vorsänger. Achte auf gemeinsamen Rhythmus und Text, denn die Energie entsteht aus dem Zusammenspiel der Gruppe, nicht aus Einzelleistung.