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Form

Dithyrambus

Antiker Chorgesang zu Ehren des Dionysos.

Was es bedeutet

Der Dithyrambus ist eine Gattung der altgriechischen Chorlyrik: ein Hymnus zu Ehren des Gottes Dionysos, der bei den dionysischen Festen im Wechsel zwischen Chor und einem vortragenden Solisten gesungen wurde. Kennzeichnend war ein leidenschaftlicher, ekstatischer Ausdruck, der zum wilden, feiernden Charakter des Dionysoskults passte.

Aus diesen stürmischen, überschwänglichen Lobgesängen entwickelte sich später die übertragene Bedeutung des Wortes dithyrambisch im Sinn von schwärmerisch überschwänglich oder überschäumend begeistert, wie sie bis heute in der deutschen Sprache fortlebt.

Musikalische Verwendung

Erste Belege für den Dithyrambus finden sich bereits im 7. Jahrhundert vor Christus bei Archilochos; als sein eigentlicher Vollender gilt jedoch Arion von Lesbos, der um 600 vor Christus dem bis dahin reinen Weingesang zu Ehren des Dionysos ein tragisches, ernsteres Pathos hinzufügte. Aus dieser Weiterentwicklung des Dithyrambus soll sich im 6. Jahrhundert vor Christus die griechische Tragödie herausgebildet haben.

In der späteren griechischen Musikgeschichte verlor der Dithyrambus zunehmend seinen kultischen Ernst und wandelte sich, unter anderem durch die stärkere Einbeziehung solistischer Elemente bei Philoxenos, zu einem virtuosen, kunstvoll ausgeschmückten Vortragsstück.