Doppelzunge
Zungentechnik (etwa „t-k“) für schnelle Tonwiederholungen bei Bläsern.
Was es bedeutet
Die Doppelzunge ist eine Artikulationstechnik bei Blasinstrumenten, mit der sehr schnelle Tonwiederholungen möglich werden, die mit einfachem Zungenstoß nicht mehr sauber auszuführen wären. Dabei wechseln sich zwei verschiedene Zungenbewegungen ab, meist beschrieben als die Silbenfolge „ta-ka“ oder „t-k“: ein vorderer Zungenstoß am Gaumen hinter den Zähnen und ein hinterer, weiter im Rachenraum ausgeführter Verschluss.
Musikalische Verwendung
Die Doppelzunge wird vor allem bei Blechbläsern wie Trompete und Horn sowie bei Holzblasinstrumenten wie Flöte und Fagott eingesetzt, wenn schnelle, gleichmäßig repetierte Töne verlangt sind, etwa in virtuosen Orchester- und Solopassagen des 19. und 20. Jahrhunderts. Bei noch schnelleren, dreiteiligen Wiederholungsmustern, etwa in Triolen, wird stattdessen die verwandte Dreifachzunge mit der Silbenfolge „ta-ka-ta“ verwendet.
Abzugrenzen ist die Doppelzunge vom einfachen Zungenstoß, der jeden Ton mit derselben, vorderen Zungenbewegung anspricht und bei sehr schnellen Tempi an seine Grenzen stößt, sowie vom Flatterzunge-Effekt, der eine ganz andere, rollende Zungenbewegung für einen geräuschhaften Klangeffekt nutzt.
Spielpraxis
Übe die Doppelzunge zunächst getrennt: Spreche die Silben „ta-ka-ta-ka“ zuerst ohne Instrument laut und gleichmäßig, dann übertrage sie langsam auf einen einzelnen, gehaltenen Ton. Achte darauf, dass beide Zungenstöße gleich laut und gleich lang klingen, damit die Tonwiederholung nicht ungleichmäßig wirkt, und steigere das Tempo erst, wenn beide Silben sicher sitzen.