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Artikulation

Flatterzunge

Bläsertechnik, bei der die Zunge beim Spielen ein rollendes „r“ erzeugt.

Was es bedeutet

Die Flatterzunge ist eine Spieltechnik der Blasinstrumente, bei der die Zunge, meist als rollendes „r“, im Luftstrom schwingt. Der Ton wird dadurch in schnelle Impulse zerlegt und erhält einen rauen, flirrenden Klang. Eine Variante mit dem Rachen als Klangerzeuger wird beim Gurgeln ähnlich erzeugt.

Musikalische Verwendung

Die Flatterzunge kam im 20. Jahrhundert verbreitet in die Orchester- und Kammermusik, wo sie Klangeffekte wie Zittern, Drohen oder Schwirren erzeugt. Richard Strauss setzte sie in Don Quixote ein, um das Blöken von Schafen nachzuahmen. Sie lässt sich auf Flöte, Trompete, Posaune, Klarinette und anderen Blasinstrumenten ausführen und wird im Notenbild meist mit Tremolostrichen und der Angabe „flatterzunge“ oder „flz.“ notiert.

Abzugrenzen ist die Flatterzunge von der Doppelzunge, bei der zwei verschiedene Zungenstöße („t-k“) abwechselnd deutlich artikulierte Töne erzeugen, und vom einfachen Tremolo, das durch Bogen oder Anschlag entsteht. Bei der Flatterzunge fließt der Ton als Ganzes durch die schwingende Zunge.

Spielpraxis

Übe die Flatterzunge zunächst ohne Instrument, indem du ein gleichmäßiges „r“ rollst, und übertrage es dann auf einen ruhigen Ton. Halte den Luftstrom gleichmäßig und den Hals entspannt; wenn das Rollen nicht gelingt, hilft bei Blechbläsern oft ein „d-r-r“-Ansatz und bei Flötisten der Rachenklang.