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Form

Entr'acte

Zwischenaktmusik in Oper oder Schauspiel.

Was es bedeutet

Ein Entr'acte, französisch für „zwischen den Akten“, ist ein Musikstück, das in Oper, Schauspiel oder Ballett zwischen zwei Akten erklingt, während auf der Bühne umgebaut oder eine dramaturgische Pause überbrückt wird. Es kann eigenständig komponiert sein oder Themen aus dem vorangegangenen oder folgenden Akt aufgreifen.

Musikalische Verwendung

Entr'actes finden sich in zahlreichen Opern und Bühnenwerken des 18. und 19. Jahrhunderts, wo sie einerseits praktische Funktion hatten, das Publikum während technischer Umbauten musikalisch zu unterhalten, andererseits dramaturgisch genutzt wurden, um eine Stimmung vorzubereiten oder nachklingen zu lassen. Bekannte Beispiele sind die Entr'actes in Georges Bizets Oper Carmen, die musikalisch eigenständige, oft zitierte Charakterstücke bilden.

Abzugrenzen ist das Entr'acte von der Ouvertüre, die zu Beginn eines gesamten Werkes erklingt und dieses insgesamt einleitet, während das Entr'acte innerhalb des Werkes zwischen einzelnen Akten steht. Vom Intermezzo unterscheidet sich das Entr'acte vor allem durch seinen festen dramaturgischen Ort zwischen den Akten, während das Intermezzo auch innerhalb eines Aktes oder als eigenständiges Instrumentalstück außerhalb der Bühnenmusik auftreten kann.

Spielpraxis

Höre beim Studium eines Bühnenwerks gezielt darauf, ob ein Entr'acte musikalisches Material aus den umgebenden Akten aufgreift oder eigenständiges, kontrastierendes Material präsentiert, da sich daraus Hinweise auf die dramaturgische Absicht des Komponisten ergeben. Bei der Aufführung eines Entr'actes im Konzertsaal, losgelöst von der Bühnenhandlung, gestalte den Vortrag so, dass das Stück auch ohne den ursprünglichen szenischen Kontext in sich stimmig wirkt.