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Form

Jota

Spanischer Volkstanz im Dreiertakt.

Was es bedeutet

Die Jota ist ein spanischer Volkstanz im Dreiertakt, meist im Dreivierteltakt, mitunter im Sechsachteltakt. Sie ist vor allem mit Aragonien verbunden (wahrscheinlich stammt sie aus Aragonien oder dem Raum Valencia), kommt aber in regionalen Varianten in vielen Teilen Spaniens vor.

Kennzeichnend sind ein rasches Tempo, kräftige Sprünge und ein lebhafter, fröhlicher Charakter. Getanzt wird sie paarweise, häufig mit Kastagnetten, und begleitet von Gitarren, Bandurrias und anderen Zupfinstrumenten. Zwischen den Tanzabschnitten stehen gesungene Strophen, die sogenannten coplas, deren Texte oft improvisiert oder aus einem überlieferten Bestand gewählt werden.

Verwandt ist der Fandango, ein anderer spanischer Tanz im Dreiertakt. Die Unterscheidung einzelner Tanzformen ist nicht immer eindeutig, da sich Formen und Namen regional überschneiden.

Im Notenbild

Die Jota steht im Dreiertakt mit einer gleichmäßig durchlaufenden Begleitung, die den Puls deutlich markiert. Die Melodie ist rhythmisch prägnant und in klar gegliederte Abschnitte geteilt. In Bearbeitungen erscheinen instrumentale Tanzteile und gesungene Strophen im Wechsel.

Musikalische Verwendung

Als Volkstanz ist die Jota bis heute lebendig und gehört zu den bekanntesten Tänzen Spaniens. Im 19. Jahrhundert wurde sie von spanischen und ausländischen Komponisten aufgegriffen, in Orchesterwerken, Opern und Klaviermusik, wenn ein spanisches Kolorit gefragt war. Konkrete Beispiele sind Glinkas Jota aragonesa, Liszts Rhapsodie espagnole, Saint-Saëns’ Jota aragonesa op. 64 und die Jota in de Fallas Ballett Der Dreispitz.

Spielpraxis

Halte das Tempo rasch und den Puls unerschütterlich; der Tanz lebt von seiner Energie. Arbeite die Betonungen deutlich heraus. Spiele die Begleitung straff und klar. Und höre Aufnahmen traditioneller Musiker, um Rhythmus und Phrasierung des Stils kennenzulernen.