Jota
Spanischer Volkstanz im 3/8-Takt.
Was es bedeutet
Die Jota ist ein spanischer Volkstanz im Dreiertakt, meist im Dreiachtel- oder Dreivierteltakt. Sie ist vor allem mit Aragonien verbunden, kommt aber in regionalen Varianten in vielen Teilen Spaniens vor.
Kennzeichnend sind ein rasches Tempo, kräftige Sprünge und ein lebhafter, fröhlicher Charakter. Getanzt wird sie paarweise, häufig mit Kastagnetten, und begleitet von Gitarren, Bandurrias und anderen Zupfinstrumenten. Zwischen den Tanzabschnitten stehen gesungene Strophen, die sogenannten coplas, deren Texte oft improvisiert oder aus einem überlieferten Bestand gewählt werden.
Verwandt ist der Fandango, ein anderer spanischer Tanz im Dreiertakt. Die Unterscheidung einzelner Tanzformen ist nicht immer eindeutig, da sich Formen und Namen regional überschneiden.
Im Notenbild
Die Jota steht im Dreiertakt mit einer gleichmäßig durchlaufenden Begleitung, die den Puls deutlich markiert. Die Melodie ist rhythmisch prägnant und in klar gegliederte Abschnitte geteilt. In Bearbeitungen erscheinen instrumentale Tanzteile und gesungene Strophen im Wechsel.
Musikalische Verwendung
Als Volkstanz ist die Jota bis heute lebendig und gehört zu den bekanntesten Tänzen Spaniens. Im 19. Jahrhundert wurde sie von spanischen und ausländischen Komponisten aufgegriffen, in Orchesterwerken, Opern und Klaviermusik, wenn ein spanisches Kolorit gefragt war.
Die Jota ist ein Volkstanz aus Aragonien und anderen Regionen Spaniens. Sie steht im raschen Dreiertakt und wird mit Kastagnetten getanzt; Gitarren und Bandurrias begleiten. Charakteristisch sind Sprünge und schnelle Schrittfolgen. Als Instrumente begleiten neben Gitarre und Bandurria oft Laúd und Kastagnetten. In der Kunstmusik griffen spanische und ausländische Komponisten die Jota auf, etwa Glinka, Liszt, Saint-Saëns und de Falla. Sie wurde damit zu einem Sinnbild spanischer Musik im 19. Jahrhundert. Sie wird von Kastagnetten begleitet.
Spielpraxis
Halte das Tempo rasch und den Puls unerschütterlich; der Tanz lebt von seiner Energie. Arbeite die Betonungen deutlich heraus. Spiele die Begleitung straff und klar. Und höre Aufnahmen traditioneller Musiker, um Rhythmus und Phrasierung des Stils kennenzulernen.