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Blechbläser

Klappentrompete

Historische Trompete mit Klappen für chromatische Töne (Weidinger, 1801); Vorläufer der Ventiltrompete.

Was es bedeutet

Die Klappentrompete ist eine historische Bauform der Trompete, die mit seitlichen Klappen versehen ist, um zusätzliche, chromatische Töne außerhalb der Naturtonreihe spielen zu können. Damit sollte die frühere Beschränkung der Naturtrompete auf die Töne der Naturtonreihe überwunden werden.

Musikalische Verwendung

Entwickelt wurde die Klappentrompete 1801 von dem österreichischen Trompeter Anton Weidinger, der sie in Zusammenarbeit mit Wiener Instrumentenbauern konstruierte. Für dieses neue Instrument schrieben Joseph Haydn 1796 und Johann Nepomuk Hummel 1803 ihre bekannten Trompetenkonzerte, die erstmals eine durchgehend melodische, auch chromatische Spielweise in tiefer und mittlerer Lage verlangten. Wegen klanglicher Nachteile, etwa eines ungleichmäßigen Timbres zwischen offenen und geklappten Tönen, setzte sich die Klappentrompete jedoch nicht dauerhaft durch.

Abzugrenzen ist die Klappentrompete von der Naturtrompete, die nur die reine Naturtonreihe spielen kann, und von der späteren Ventiltrompete, die ab den 1820er Jahren mit Ventilen statt Klappen alle chromatischen Töne gleichmäßiger und zuverlässiger ermöglichte und die Klappentrompete letztlich verdrängte.

Spielpraxis

Wenn du historische Aufführungen von Haydns oder Hummels Trompetenkonzert auf der Klappentrompete hörst, achte auf den charakteristischen Klangunterschied zwischen offenen und geklappten Tönen, der auf modernen Ventiltrompeten kaum noch hörbar ist. Dieser Unterschied gehört zum historischen Klangbild und ist kein Spielfehler.