Koto
Japanische Wölbbrettzither mit meist 13 Saiten und beweglichen Stegen.
Was es bedeutet
Die Koto ist eine japanische Wölbbrettzither aus Paulownia-Holz mit meist 13 gleich starken Saiten, die über einen langen, leicht gewölbten Korpus gespannt sind. Jede Saite läuft über einen eigenen, beweglichen Steg, mit dem sich die Stimmung einzeln verändern lässt.
Musikalische Verwendung
Gespielt wird die Koto meist sitzend, mit drei Plektren aus Elfenbein oder Kunststoff an Daumen, Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand, während die linke Hand durch Drücken der Saiten hinter dem Steg Tonhöhen verändert oder Verzierungen wie Vibrato erzeugt. Die Stimmung erfolgt meist in einer der traditionellen Pentatonikskalen und wird für jedes Stück durch Verschieben der Stege neu eingerichtet. Historisch entwickelte sich die Koto aus chinesischen Vorbildern wie der Zheng; von der verwandten japanischen Shamisen, einer Laute mit drei Saiten, unterscheidet sie sich durch die Bauform als Zither ohne Hals sowie durch die deutlich größere Saitenzahl.
Spielpraxis
Beim Kennenlernen der Koto lohnt es sich, die Stegposition als eigenen Kompositionsschritt zu verstehen: Die Grundstimmung wird vor dem Stück festgelegt, während linke Hand und Anschlagtechnik der rechten Hand für die eigentliche musikalische Gestaltung sorgen.