Monochord
Instrument mit einer Saite zur Bestimmung von Intervallverhältnissen.
Was es bedeutet
Das Monochord (griechisch „einsaitig“) ist ein Instrument mit einer einzigen gespannten Saite über einem länglichen Resonanzkasten. Ein verschiebbarer Steg teilt die Saite in zwei Abschnitte, die sich messen und vergleichen lassen. Es dient nicht dem Musizieren, sondern der Demonstration und Berechnung von Tonhöhenverhältnissen.
Musikalische Verwendung
Die Überlieferung schreibt die Erfindung Pythagoras zu. Mit dem Monochord lässt sich zeigen, dass die Oktave im Längenverhältnis 1:2, die Quinte im Verhältnis 2:3 und die Quarte im Verhältnis 3:4 steht. In der Musiktheorie der Antike und des Mittelalters war es das wichtigste Lehr- und Messgerät; auch bei der Konstruktion von Stimmungen und der Einteilung der Tonleiter kam es zum Einsatz. Heute werden mehrsaitige Instrumente, die ebenfalls Monochord heißen, in der Klangtherapie verwendet.
Abzugrenzen ist das Monochord vom Trumscheit, einem einsaitigen Streichinstrument, das sich ebenfalls Marientrompete nennt und zum Musizieren gedacht war.
Spielpraxis
Wenn du das Monochord im Unterricht benutzt, teile die Saite mit dem Steg und höre die Intervalle nacheinander. Achte darauf, dass du die Saite bei jeder Teilung gleich anzupfst, damit du die Tonhöhen zuverlässig vergleichen kannst.