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Intervall

Intervall

Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Tönen. Er wird nach den durchlaufenen Stufen benannt (Sekunde, Terz, Quarte …) und in Halbtönen gemessen. Töne nacheinander ergeben ein melodisches, gleichzeitig ein harmonisches Intervall.

Wie man Intervalle benennt

Der Name zählt die Stufen, die der Abstand umfasst, vom ersten bis zum zweiten Ton mitgezählt. Von c bis e sind es drei Stufen, also eine Terz. Die Größe wird genauer mit dem Zusatz groß, klein, rein, vermindert oder übermäßig angegeben. Prime, Quarte, Quinte und Oktave heißen „rein“, Sekunde, Terz, Sexte und Septime kommen als große und kleine Form vor.

IntervallHalbtöneVerhältnis (rein)
Prime01:1
kleine Sekunde116:15
große Sekunde29:8
kleine Terz36:5
große Terz45:4
Quarte54:3
Tritonus645:32
Quinte73:2
kleine Sexte88:5
große Sexte95:3
kleine Septime109:5
große Septime1115:8
Oktave122:1

Die reinen Verhältnisse gelten für schwebungsfreie Stimmung. Das Klavier verwendet die gleichstufige Stimmung, bei der alle Halbtöne gleich groß sind und nur die Oktave rein ist. Daher weichen die Frequenzen am Klavier und auf der Gitarre minimal von den reinen Werten ab.

Was man hört

Je einfacher das Verhältnis der Frequenzen, desto verschmolzener klingen zwei Töne zusammen. Oktave (2:1) und Quinte (3:2) klingen am stabilsten, der Tritonus am unentschiedensten. Die Konsonanz ist also eine Frage von Zahlenverhältnissen, wie der Artikel Warum die Quinte hohl klingt erklärt.

Außerdem unterscheidet man die Richtung: Aufwärts ist der Normalfall und für den Anfang der wichtigste. Abwärts muss man getrennt üben, denn ein absteigendes Intervall klingt nicht wie ein umgedrehtes aufsteigendes. Beim harmonischen Intervall erklingen beide Töne gleichzeitig; hier hörst du die Klangfarbe des Zusammenklangs, und das ist eine eigene Fähigkeit.

Intervalle bauen Akkorde

Stapelt man Terzen übereinander, entstehen Dreiklänge: Dur aus großer und kleiner Terz, Moll aus kleiner und großer. Die Quinte zwischen den äußeren Tönen ist bei Dur und Moll rein.

Zum Üben: Das Intervall-Hörtraining beginnt mit Prime, Quarte, Quinte und Oktave. Danach kommen große und kleine Terzen und Sexten dazu, dann die Sekunden und zuletzt der Tritonus. Jede Aufgabe lässt sich beliebig oft wiederholen: Höre lieber dreimal hin und entscheide dann, als schnell zu tippen.

Häufige Fehler

  • Halbtöne und Stufen verwechseln: Die Quinte hat sieben Halbtöne, umfasst aber fünf Stufen.
  • Mit zu vielen Intervallen starten: Wer alle zwölf gleichzeitig übt, rät und merkt sich nichts.
  • Nur aufwärts üben: Absteigende Intervalle klingen für das Ohr anders und brauchen eigenes Training.