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Intervall

Intervall

Tonhöhenabstand zwischen zwei Tönen.

Was es bedeutet

Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Tönen. Erklingen sie nacheinander, spricht man von einem melodischen, erklingen sie gleichzeitig, von einem harmonischen Intervall. Zur Bestimmung gehören zwei Angaben: die Zahl der beteiligten Tonleiterstufen und die genaue Größe in Halbtönen.

Im Notenbild

Die Stufenzahl wird einschließlich beider Töne gezählt: Von c zu e sind es drei Stufen, also eine Terz. Diese Zählweise erklärt, warum die Prime als „erstes" Intervall den Abstand null bezeichnet. Im Notenbild ist die Stufenzahl unmittelbar ablesbar — Linie zu nächster Linie ist immer eine Terz, Linie zu übernächster eine Quinte.

Die genaue Größe ergibt sich aus den Vorzeichen. Prime, Quarte, Quinte und Oktave heißen rein; Sekunde, Terz, Sexte und Septime heißen groß oder klein. Wird ein reines oder großes Intervall um einen Halbton erweitert, heißt es übermäßig; wird ein reines oder kleines verkleinert, heißt es vermindert.

Musikalische Verwendung

Intervalle sind der Stoff, aus dem Melodien und Akkorde gebaut sind, und ihre Beschreibung ist unabhängig von der Tonart — genau das macht sie zum Grundbegriff. Bei der Umkehrung gilt die Neunerregel: Die Zahlen des Intervalls und seiner Umkehrung ergeben zusammen neun, groß wird klein, übermäßig wird vermindert, rein bleibt rein.

die Schreibweise nicht beliebig ist: Übermäßige Quarte und verminderte Quinte klingen auf temperierten Instrumenten gleich, führen aber verschieden weiter — jene strebt auseinander, diese zieht sich zusammen.

Intervalle werden nach der Zahl der Stufen benannt, die sie umfassen, und nach ihrer Qualität als rein, groß, klein, übermäßig oder vermindert. Man unterscheidet melodische Intervalle, bei denen die Töne nacheinander erklingen, von harmonischen, bei denen sie gleichzeitig erklingen. Intervalle größer als die Oktave heißen zusammengesetzt. ## Spielpraxis

Lies Intervalle als Bild statt als Rechenaufgabe: Erkenne im Notenbild die Stufenzahl auf einen Blick und prüfe dann die Vorzeichen. Singe Intervalle regelmäßig, auf- und abwärts — das ist der wirksamste Teil jeder Gehörbildung. Und greife Sprünge als Intervall, nicht als zwei einzelne Töne; das ist schneller und sicherer.