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Intervall

Septim

Intervall einer Septime.

Was es bedeutet

Die Septime ist das Intervall aus sieben Tonleiterstufen. Sie erscheint in drei Formen: die kleine mit zehn Halbtönen, die große mit elf und die verminderte mit neun, die im verminderten Septakkord vorkommt. Alle drei gelten als dissonant und verlangen Weiterführung.

Musikalische Verwendung

Die Septime ist das Intervall, das den Dreiklang zum Septakkord erweitert und damit die funktionale Harmonik in Bewegung setzt. Entscheidend ist dabei, welche Form vorliegt. Die kleine Septime über einem Durdreiklang ergibt den Dominantseptakkord (D7), dessen Spannung aus dem Tritonus zwischen Terz und Septime lebt und dessen Auflösung die Kadenz trägt: Die Septime fällt zur Terz der Tonika, der Leitton steigt zum Grundton. Die kleine Septime über einem verminderten Dreiklang ergibt den halbverminderten Septakkord, die verminderte Septime über demselben den vollverminderten — einen Klang ohne eindeutigen Grundton, der sich für enharmonische Umdeutungen eignet. Die große Septime über einem Durdreiklang schließlich klingt weich und schwebend und ist vor allem im Jazz gebräuchlich.

In der klassischen Satzlehre wird die Septime vorbereitet und abwärts aufgelöst; diese Regel lockerte sich im Lauf der Zeit, bis der Dominantseptakkord frei eingesetzt werden konnte.

In der Umkehrung wird die Septime zur Sekunde; beide stellen dasselbe Spannungsverhältnis dar, die Septime jedoch in weiterer und dadurch offenerer Lage.

Man unterscheidet kleine, große und verminderte Septime. Die kleine Septime ist Kennzeichen des Dominantseptakkords, die große des Major-Septakkords im Jazz, die verminderte des verminderten Septakkords. Melodisch ist die Septime ein großer, schwer zu singender Sprung, der oft ausdrucksvoll eingesetzt wird, etwa um Schmerz oder Aufschrei darzustellen. Umgekehrt ergibt sie die Sekunde, was ihren dissonanten Charakter erklärt. ## Spielpraxis

Führe Septimen abwärts, sofern nichts anderes verlangt ist, und gib ihnen vorher Gewicht. Intoniere die kleine Septime nicht zu hoch — sie will fallen. Und leite das Intervall beim Singen aus einem vertrauten Septakkord her, statt es isoliert zu treffen.