Septakkord
Akkord aus Grundton, Terz, Quint und Septime.
Was es bedeutet
Ein Septakkord besteht aus vier Tönen, die in Terzen übereinandergeschichtet sind: Grundton, Terz, Quinte und Septime. Er entsteht, indem einem Dreiklang eine weitere Terz hinzugefügt wird. Da die Septime zum Grundton dissonant ist, verlangt jeder Septakkord Weiterführung.
Musikalische Verwendung
Je nach Art des zugrunde liegenden Dreiklangs und der Septime ergeben sich verschiedene Typen. Die wichtigsten sind: der Dominantseptakkord aus Durdreiklang und kleiner Septime, der auf der fünften Stufe steht und die Kadenz trägt; der Mollseptakkord aus Molldreiklang und kleiner Septime; der Durseptakkord mit großer Septime, der weich und schwebend klingt; der halbverminderte Septakkord aus vermindertem Dreiklang und kleiner Septime; und der vollverminderte aus vermindertem Dreiklang und verminderter Septime, der aus lauter kleinen Terzen besteht.
Auf jeder Stufe der Tonleiter lässt sich leitereigen ein Septakkord bilden. In der klassischen Harmonik hat der Dominantseptakkord die zentrale Stellung; die übrigen erscheinen als Durchgangsklänge, in Sequenzen und als Vertreter. Im Jazz dagegen gehören Septakkorde auf allen Stufen zum Grundbestand, und der Dreiklang ohne Septime ist dort eher die Ausnahme.
Die drei Umkehrungen heißen nach den Intervallen über dem Bass: Quintsextakkord mit der Terz im Bass, Terzquartakkord mit der Quinte im Bass, Sekundakkord mit der Septime im Bass.
Im vierstimmigen Satz wird häufig die Quinte weggelassen und der Grundton verdoppelt, besonders beim Dominantseptakkord in Grundstellung.
Je nach Art der Terzen und der Septime unterscheidet man verschiedene Septakkorde: Dominantseptakkord, großer Durseptakkord, kleiner Mollseptakkord, halbverminderter und verminderter Septakkord. In der klassischen Harmonik gilt die Septime als Dissonanz, die abwärts aufgelöst wird. Im Jazz ist der Septakkord dagegen der Normalklang jeder Stufe. ## Spielpraxis
Führe die Septime abwärts, sofern nichts anderes verlangt ist, und gib ihr vorher Gewicht. Bestimme bei jedem Septakkord den Typ — halbvermindert und vollvermindert klingen deutlich verschieden. Und übe Septakkorde in allen Umkehrungen, damit du sie im Notenbild schnell erkennst.