Akkordumkehrung
Eine Akkordumkehrung entsteht, wenn nicht der Grundton, sondern ein anderer Akkordton zuunterst liegt. Der Akkord behält seinen Namen, nur die Wirkung ändert sich: Die Grundstellung klingt stabil und fest, eine Umkehrung fließender und weniger endgültig.
Dieselben Töne, andere Lage
Ein Akkord behält seinen Namen, egal welcher seiner Töne unten liegt. Liegt der Grundton unten, spricht man von der Grundstellung, liegt die Terz unten, von der ersten Umkehrung, liegt die Quinte unten, von der zweiten. Die Töne bleiben dieselben.
| Lage | Basston | Töne von unten | Symbol |
|---|---|---|---|
| Grundstellung | Grundton | c–e–g | C |
| 1. Umkehrung | Terz | e–g–c | C/E |
| 2. Umkehrung | Quinte | g–c–e | C/G |
Im Akkordsymbol steht hinter dem Schrägstrich der Basston: C/E bedeutet C-Dur mit E im Bass. Der Buchstabe vor dem Schrägstrich nennt den Akkord, der dahinter den tiefsten Ton.
Wozu Umkehrungen?
Sie sorgen für sanftere Übergänge, weil sich beim Akkordwechsel weniger Töne weit bewegen müssen. Komponisten führen damit die Basslinie geschmeidig: Der Bass bewegt sich in kleinen Schritten statt in großen Sprüngen von Grundton zu Grundton. Das ergibt einen weichen, sanglichen Unterbau. Liegt die Terz im Bass (erste Umkehrung, Sextakkord), fehlt der Grundton als Fundament, deshalb klingt der Akkord schwebender und leichter. Für einen festen Schlussakkord nimmt man deshalb die Grundstellung. Ein vollkommener Ganzschluss verlangt Grundstellung bei beiden Akkorden.
Auch Septakkorde haben Umkehrungen. Der verminderte Septakkord ist eine Ausnahme: Jede seiner Umkehrungen besteht wieder aus drei kleinen Terzen übereinander und ist deshalb gleich gebaut.
Häufige Fehler
- Umkehrung für einen neuen Akkord halten: Der Name bleibt, es wechselt nur der Basston.
- Basston und Grundton gleichsetzen: In der Grundstellung sind sie identisch, in der Umkehrung nicht.
- Umkehrung als Schlussakkord wählen: Für einen festen Schluss nimmt man die Grundstellung.
Weiter auf Maikstrings
Verwandte Begriffe
AkkordDreiklangSeptakkordGrundtonTerzGrundstellungDurdreiklangMolldreiklang
Redaktion: Maik Krohm · fachlich geprüft am 03.10.2026
← Zurück zum Glossar