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Akkord

Durdreiklang

Grundton, große Terz, reine Quinte — der hellste der vier Dreiklangstypen.

Was es bedeutet

Der Durdreiklang besteht aus Grundton, großer Terz und reiner Quinte; zwischen Terz und Quinte liegt entsprechend eine kleine Terz. In C-Dur ist c–e–g der Durdreiklang auf der Tonika. Er gilt als konsonant und ruhend und ist, gemeinsam mit dem Molldreiklang, das Grundelement der tonalen Harmonik.

Musikalische Verwendung

Akustisch ist er besonders tief verankert: Grundton, Quinte und große Terz erscheinen in der Obertonreihe weit unten, und die reine Stimmung dieser Intervalle ergibt einen Klang, in dem die Schwebungen nahezu verschwinden. Das erklärt seine Ruhe und seinen hellen Charakter.

In der Durtonart stehen Durdreiklänge auf der ersten, vierten und fünften Stufe — also genau auf den Hauptfunktionen Tonika (I), Subdominante (IV) und Dominante (V). In Moll tritt ein Durdreiklang leitereigen auf der dritten, sechsten und siebten Stufe der natürlichen Form auf; die Dominante wird dort durch Erhöhung der siebten Stufe zum Durklang gemacht, damit ein Leitton entsteht. Ein Durdreiklang am Ende eines Mollstückes heißt pikardische Terz.

Vom Molldreiklang unterscheidet ihn ein einziger Halbton — die Terz. Dieser eine Ton entscheidet über das Tongeschlecht und verändert die Wirkung vollständig. Im vierstimmigen Satz wird in Grundstellung in der Regel der Grundton verdoppelt; die Terz wird zurückhaltend verdoppelt, weil sie leicht hervortritt.

Der Durdreiklang stimmt mit den Teiltönen vier, fünf und sechs der Obertonreihe überein, was seit Zarlino und Rameau als Begründung seines Wohlklangs angeführt wird. Im Akkordsymbol wird er allein durch den Grundtonbuchstaben bezeichnet, etwa C für den C-Dur-Dreiklang. In Moll erscheint der Durdreiklang auf der Dominante durch die Leittonerhöhung, außerdem auf der dritten und sechsten Stufe. ## Spielpraxis

Intoniere die große Terz tiefer, als das Klavier sie spielt — im Ensemble ist das der wirksamste einzelne Eingriff für einen ruhigen Klang. Balanciere den Akkord von unten: Grundton und Quinte tragen, die Terz färbt. Und übe das Unterscheiden von Dur und Moll im Gehör gezielt an einzelnen Akkorden.