Tonika
Die Tonika ist die erste Stufe einer Tonart und der Akkord darauf, das Zuhause der Harmonik. Hier fühlt sich die Musik „angekommen“ an. Alle anderen Akkorde streben zu ihr hin oder führen von ihr weg.
- Stufe
- I (in Moll i)
- In C-Dur
- C-Dur, c–e–g
- In a-Moll
- a-Moll, a–c–e
- Funktion
- Ruhepol, Zuhause (T)
- Gegenspieler
- Dominante
Das Zuhause der Tonart
Von den drei Hauptfunktionen ist die Tonika der Ruhepunkt, auf den alles zustrebt. Die Subdominante führt von der Tonika weg und öffnet den Raum, die Dominante erzeugt Spannung und drängt zurück. Aus dieser Dreiheit der Funktionen (weg von zu Hause, Spannung aufbauen, nach Hause zurück) ist ein Großteil aller Musik gebaut, von der Volksweise bis zum Popsong. Die Tonika wird in Dur groß (I), in Moll klein (i) beziffert.
Tonika und Stellvertreter
Die Stufe vi, in C-Dur Am, vertritt die Tonika: Man nennt sie die Tonikaparallele (Tp). Sie teilt zwei Töne mit der Tonika und färbt sie weicher. Die Wendung V–vi statt V–I ist der klassische Trugschluss, bei dem die erwartete Tonika durch ihren Stellvertreter ersetzt wird. Auch die Mediante iii (Em) steht der Tonika nahe und färbt sie ein.
Das Pop-Muster I–V–vi–IV beginnt auf der Tonika; alle vier Akkorde liegen im Quintenzirkel (mit Moll-Ring) nah beieinander. Mehr dazu auf der Seite Die Akkorde fast jedes Popsongs vorhersagen.
Häufige Fehler
- Tonika mit Grundton verwechseln: Die Tonika ist der Akkord, der Grundton der Ton.
- In Moll groß schreiben: Die Tonika in Moll ist i, nicht I.
- Jeden Schluss für Tonika halten: Ein Halbschluss endet auf der Dominante, der Trugschluss auf dem Stellvertreter.
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Verwandte Begriffe
DominanteSubdominanteKadenzStufenakkordStufeGrundtonTonartAuflösungDurdreiklangMolldreiklang
Redaktion: Maik Krohm · fachlich geprüft am 03.10.2026
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