Subdominante
Die Subdominante ist die vierte Stufe einer Tonart und der Akkord darauf. Sie führt von der Tonika weg und öffnet den Raum, mit milderer Spannung als die Dominante. In C-Dur ist sie F-Dur.
- Stufe
- IV (in Moll iv)
- In C-Dur
- F-Dur, f–a–c
- In a-Moll
- d-Moll, d–f–a
- Funktion
- von der Tonika weg (S)
- Stellvertreter
- ii, Subdominantparallele
Die Funktion
Von den drei Hauptfunktionen führt die Subdominante von der Tonika weg und baut moderate Spannung auf, sanfter als die Dominante. In C-Dur ist das F-Dur, in a-Moll d-Moll. Die Grundbewegung der Harmonik T–S–D–T bildet die Kadenz. Die Subdominantparallele (Sp), Stufe ii, vertritt die Subdominante. Die Folge ii–V–I ist im Jazz allgegenwärtig.
Plagalschluss und Halbschluss
Der Plagalschluss führt von der Subdominante zur Tonika, in Dur IV–I, in Moll iv–i. Er klingt weicher und feierlicher als der Ganzschluss, ohne den drängenden Leitton. Wegen seines häufigen Gebrauchs am Ende von Chorälen heißt er auch „Amen-Schluss“. Endet eine Phrase dagegen mit IV–V, bleibt sie offen: der Halbschluss. In der Moll-Variante kann die Subdominante auch als geliehener Akkord in Dur erscheinen: In C-Dur ist das Fm. Die Seite zum Quintenzirkel nennt diese modale Entlehnung und beschreibt den Klang als bittersüß.
Das Pop-Muster I–V–vi–IV enthält die Subdominante am Ende. In C-Dur ist das C–G–Am–F. Im Quintenzirkel liegen Tonika, Subdominante und Dominante direkt nebeneinander.
Häufige Fehler
- Subdominante mit Dominante vertauschen: IV ist die Quarte über der Tonika, V die Quinte.
- Plagalschluss als Ganzschluss bezeichnen: Es fehlt der Leitton.
- Moll-Subdominante in Dur für einen Fehler halten: Als geliehener Akkord ist sie ein bewusstes Stilmittel.
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Verwandte Begriffe
TonikaDominanteKadenzStufenakkordStufePlagalschlussDurdreiklangMolldreiklangGrundton
Redaktion: Maik Krohm · fachlich geprüft am 03.10.2026
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