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Tonart

A-Moll

Moll-Tonart ohne Vorzeichen; Paralleltonart zu C-Dur.

Was es bedeutet

A-Moll ist die Molltonart, deren natürliche Tonleiter auf dem Grundton a aufbaut: a–h–c–d–e–f–g–a. Sie enthält ausschließlich die weißen Tasten des Klaviers und benötigt daher keine Vorzeichen.

Ihre Paralleltonart, also die Durtonart mit derselben Vorzeichnung, ist C-Dur. Beide Tonarten teilen sich denselben Tonvorrat, unterscheiden sich jedoch in Grundton und Klangcharakter: A-Moll wirkt dunkler und introvertierter als das helle C-Dur.

Im Notenbild

A-Moll steht ohne Vorzeichen im Notensystem, ebenso wie C-Dur. In der Praxis werden jedoch häufig einzelne Töne durch Versetzungszeichen verändert: In der harmonischen Molltonleiter wird die siebte Stufe (g) zu gis erhöht, in der melodischen Molltonleiter zusätzlich die sechste Stufe (f) zu fis, jeweils nur in aufsteigender Richtung.

Musikalische Verwendung

Als vorzeichenfreie Molltonart ist A-Moll häufig die erste Molltonart, die Lernende auf Klavier oder Gitarre kennenlernen, da sie sich unmittelbar an C-Dur anschließt. Sie gilt oft als ernste, klagende oder melancholische Tonart und wird in vielen bekannten Werken für tragische oder nachdenkliche Passagen genutzt.

Bekannte Beispiele sind zahlreiche Volkslieder und Kompositionen, die auf der leeren A-Saite von Streichinstrumenten aufbauen.

Spielpraxis

Übe zunächst die natürliche A-Moll-Tonleiter über zwei Oktaven, bevor du die harmonische und melodische Form ergänzt. Achte besonders auf den charakteristischen übermäßigen Sekundschritt zwischen f und gis in der harmonischen Molltonleiter, der sich technisch anders anfühlt als die gleichmäßigen Ganz- und Halbtonschritte der Durtonleiter, und intoniere den erhöhten Leitton gis bewusst nah an a heran.