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Akkord

Akkord

Zusammenklang von mindestens drei verschiedenen Tönen.

Was es bedeutet

Ein Akkord ist der gleichzeitige Zusammenklang von mindestens drei verschiedenen Tönen. Die einfachste und historisch grundlegendste Akkordform ist der Dreiklang, der aus einem Grundton, einer darüberliegenden Terz und einer Quinte besteht. Durch Hinzufügen weiterer Terzen entstehen Vierklänge wie der Septakkord oder Nonakkord.

Ein Akkord bleibt derselbe Akkord, unabhängig davon, in welcher Reihenfolge oder Oktavlage seine Töne erklingen, solange die Tonvorräte übereinstimmen; welcher Ton dabei im Bass liegt, bestimmt lediglich die Umkehrung.

Im Notenbild

In der Notenschrift werden Akkorde meist als übereinandergeschriebene Notenköpfe auf einem gemeinsamen Notenhals dargestellt. In der Generalbass- und Jazzpraxis werden Akkorde stattdessen häufig durch Akkordsymbole (z. B. C, Am7, G7) oder durch Bezifferung über einer Bassstimme angegeben, ohne dass die einzelnen Töne ausnotiert werden.

Musikalische Verwendung

Akkorde bilden das Grundgerüst der Harmonik in der westlichen Musik seit der Mehrstimmigkeit der Renaissance und vor allem seit der Herausbildung der Dur-Moll-Tonalität im 17. Jahrhundert. Aufeinanderfolgen von Akkorden, sogenannte Akkordfolgen oder Kadenzen, erzeugen Spannung und Auflösung und strukturieren musikalische Formen.

Abzugrenzen ist der Akkord vom bloßen Intervall, das nur aus zwei Tönen besteht, sowie vom Cluster, bei dem viele eng benachbarte Töne ohne systematischen Terzaufbau zusammenklingen. In der Popularmusik und im Jazz werden Akkorde meist über Akkordsymbole benannt, in der klassischen Musiktheorie dagegen häufig über Stufenbezeichnungen wie Tonika, Subdominante oder Dominante charakterisiert.

Je nach Intervallstruktur unterscheidet man konsonante Akkorde wie den Dur- und Molldreiklang von dissonanten Akkorden wie dem verminderten oder übermäßigen Dreiklang, die in der Harmonielehre meist eine Auflösung in einen konsonanten Akkord verlangen.

Spielpraxis

Übe Akkorde zunächst als reine Griff- oder Fingersatzfolgen, bevor du sie in einem Musikstück einsetzt: So verinnerlichst du die Handstellung, ohne gleichzeitig auf Rhythmus oder Melodie achten zu müssen. Achte darauf, alle Töne eines Akkords möglichst gleichzeitig und mit ausgeglichener Lautstärke anzuschlagen oder zu greifen, damit der Zusammenklang nicht auseinanderfällt.