Zum Inhalt springen
Akkord

Dreiklang

Akkord aus Grundton, Terz und Quinte.

Was es bedeutet

Ein Dreiklang besteht aus drei Tönen, die in Terzen übereinandergeschichtet sind: Grundton, Terz und Quinte. Er ist der Grundbaustein der abendländischen Harmonik seit dem 16. Jahrhundert. Je nachdem, ob die beiden Terzen groß oder klein sind, ergeben sich vier Arten.

Musikalische Verwendung

Der Durdreiklang hat unten eine große, oben eine kleine Terz; die Quinte ist rein. Der Molldreiklang hat die umgekehrte Folge, unten klein, oben groß, ebenfalls mit reiner Quinte. In der Generalbassbezifferung wird ein Dreiklang in Grundstellung meist gar nicht bezeichnet. Nur Dur- und Molldreiklang gelten als konsonant; die beiden anderen enthalten eine Dissonanz und verlangen Weiterführung.

Auf den Stufen einer Durtonleiter stehen leitereigen drei Dur-, drei Moll- und ein verminderter Dreiklang. Die Hauptfunktionen Tonika (I), Subdominante (IV) und Dominante (V) sind Durdreiklänge; die Nebenstufen tragen Mollklänge und gelten in der Funktionstheorie als deren Vertreter.

Ein Dreiklang kann in drei Lagen erscheinen: in Grundstellung mit dem Grundton im Bass, als Sextakkord mit der Terz im Bass, als Quartsextakkord mit der Quinte im Bass. Er behält dabei seinen Namen; nur Gewicht und Klang ändern sich. Welcher Ton oben liegt, bestimmt die Lage im engeren Sinn und ist davon unabhängig.

Im vierstimmigen Satz muss einer der drei Töne verdoppelt werden; in Grundstellung ist das in der Regel der Grundton.

Der Dreiklang ist die Grundeinheit der tonalen Harmonik. Historisch wurde der Dreiklang erst im 16. und 17. Jahrhundert, etwa bei Gioseffo Zarlino und Johannes Lippius, als eigenständige Einheit beschrieben. In der Funktionstheorie tragen die Hauptdreiklänge die Funktionen Tonika, Subdominante und Dominante. ## Spielpraxis

Übe Dreiklänge in allen Lagen und Umkehrungen und höre, wie sich ihr Gewicht verschiebt. Intoniere die Terz mit Sorgfalt — tief in Dur, hoch in Moll. Und präge dir die vier Arten im Gehör ein; das Unterscheiden von Dur und Moll ist die ertragreichste einzelne Gehörübung.