Mandoline
Kleines Zupfinstrument mit gewölbtem Korpus.
Was es bedeutet
Die Mandoline ist ein kleines Zupfinstrument mit vier doppelt besaiteten Chören, die wie bei der Violine in Quinten gestimmt sind: g–d'–a'–e''. Die neapolitanische Bauform hat einen stark gewölbten, aus Spänen gefügten Korpus und eine abgeknickte Decke; daneben stehen flach gebaute Instrumente, etwa aus der amerikanischen Tradition. Gespielt wird mit einem Plektron. Weil die Saiten kurz sind und schnell verklingen, wird ein gehaltener Ton durch Tremolo dargestellt — ein rasches Hin- und Herschlagen des Plektrons auf demselben Chor.
Musikalische Verwendung
Die Mandoline hat ein eigenes Repertoire aus dem 18. Jahrhundert, erscheint gelegentlich in Oper und Orchestermusik als charakteristische Farbe und ist in zahlreichen volks- und populärmusikalischen Traditionen zu Hause, unter anderem in Italien und in der nordamerikanischen Bluegrass-Musik, wo das flach gebaute Instrument mit scharfem Anschlag verwendet wird. Der Quintenstimmung wegen lassen sich Violinstimmen unmittelbar übernehmen, was Bearbeitungen erleichtert. Im Mandolinenorchester treten zusätzlich tiefere Bauformen hinzu, sodass ein vollständiger Satz entsteht.
Spielpraxis
Halte das Plektron locker, aber sicher, und führe den Anschlag aus dem Handgelenk; ein verkrampfter Griff macht das Tremolo hart und ungleichmäßig. Übe das Tremolo zunächst langsam und gleichmäßig auf leeren Saiten, bevor du es mit Melodien verbindest — Gleichmäßigkeit ist wichtiger als Geschwindigkeit. Achte auf saubere Wechselschläge, also abwechselnd abwärts und aufwärts, und plane sie für schnelle Passagen bewusst. Die Doppelchöre müssen in sich rein gestimmt sein, sonst klingt jeder Ton schwebend; stimme häufig und kontrolliere jeden Chor einzeln.
die Lautstärke des Instruments begrenzt ist: Im Orchester oder mit Klavier entscheidet die Aufstellung über die Hörbarkeit, nicht der Anschlag. Spiele nahe am Steg, wenn du dich durchsetzen musst, und über dem Schallloch, wenn der Klang weich sein soll. Prüfe die Bundreinheit, weil Doppelchöre Ungenauigkeiten verdoppeln. Für Tremolopassagen lohnt eine gleichmäßige, nicht zu schnelle Bewegung; Geschwindigkeit ersetzt keine Gleichmäßigkeit. Halte Ersatzsaiten bereit, da dünne Stahlsaiten leicht reißen.