Musikkritik
Fachliche Beurteilung von Musik und Aufführungen, vermittelt zwischen Werk, Interpretation und Publikum.
Was es bedeutet
Die Musikkritik beurteilt Kompositionen, Aufführungen und Aufnahmen und vermittelt zwischen dem Kunstwerk, den Ausführenden und dem Publikum. Sie beschreibt, ordnet ein und wertet. Man findet sie in Zeitungen, Zeitschriften, im Rundfunk und im Internet, als Konzertkritik, Plattenkritik oder als Beitrag der Musikwissenschaft.
Musikalische Verwendung
Als eigene Tätigkeit entwickelte sich die Musikkritik im 18. Jahrhundert mit den ersten Fachzeitschriften; Johann Mattheson gab von 1722 bis 1725 in Hamburg die „Critica Musica“ heraus. Im 19. Jahrhundert gründete Robert Schumann 1834 die „Neue Zeitschrift für Musik“, und Kritiker wie Eduard Hanslick prägten die Debatten um Brahms und Wagner. Heute steht die Kritik im Wettbewerb mit Blogs und Bewertungen von Hörern.
Abzugrenzen ist die Musikkritik von der Musikwissenschaft, die wissenschaftlich forscht und nicht bewertet, und von der Werbung, die für ein Produkt wirbt. Eine gute Kritik begründet ihr Urteil und macht ihre Maßstäbe erkennbar.
Spielpraxis
Wenn du Kritiken liest, achte auf die Begründung: Was wird beschrieben, was wird gewertet? Wenn du selbst eine schreibst, trenne Beobachtung und Urteil und nenne Beispiele aus der Aufführung.