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Form

Programmmusik

Instrumentalmusik, die einen außermusikalischen Inhalt darstellt.

Was es bedeutet

Programmmusik ist Instrumentalmusik, die einen außermusikalischen Inhalt darstellt, etwa eine Geschichte, ein Bild, eine Landschaft oder ein Naturereignis. Dieser Inhalt wird meist durch Titel, ein schriftliches Programm oder Überschriften der Sätze angegeben. Die Musik soll den Hörer anregen, sich das Dargestellte vorzustellen.

Musikalische Verwendung

Programmmusik gibt es seit dem Barock, etwa in Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ (veröffentlicht um 1725). Ihr Höhepunkt liegt im 19. Jahrhundert: Hector Berlioz’ „Symphonie fantastique“ (1830) begleitet ein ausführliches Programm, Franz Liszt schuf die Sinfonische Dichtung, Bedřich Smetana malte in „Die Moldau“ (1874) einen Fluss und Richard Strauss in „Don Juan“ (1888) eine Figur. Beethovens „Pastorale“ nannte er selbst „mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei“.

Abzugrenzen ist die Programmmusik von der absoluten Musik, die für sich selbst steht und keinen außermusikalischen Inhalt darstellen will. Über beide Auffassungen wurde im 19. Jahrhundert heftig gestritten, etwa zwischen der Neudeutschen Schule und Eduard Hanslick.

Spielpraxis

Wenn du Programmmusik spielst, lies das Programm oder die Überschriften und stelle dir die Szenen vor. Gestalte Klangfarben und Dynamik im Dienst der Darstellung, aber vergiss nicht, dass auch die Musik selbst schlüssig aufgebaut sein muss.