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Moderne

Musique concrète

Musik aus aufgenommenen Geräuschen.

Was es bedeutet

Musique concrète bezeichnet eine Musik, die aus aufgenommenen Klängen gemacht wird: Geräusche, Instrumentaltöne, Stimmen, Alltagsklänge werden auf Band festgehalten und anschließend bearbeitet — geschnitten, umgekehrt, in der Geschwindigkeit verändert, geschichtet. Der Name verweist darauf, dass mit konkretem Klangmaterial gearbeitet wird, nicht mit abstrakten Noten, die erst durch Ausführende zum Klang werden. Die Richtung entstand um 1948 in Paris.

Musikalische Verwendung

Der grundlegende Unterschied zur überlieferten Musik liegt im Arbeitsweg. Der Komponist arbeitet unmittelbar am Klang statt an Zeichen, und das Ergebnis ist die Aufnahme selbst; es gibt keine Partitur, die andere ausführen könnten. Daraus folgt eine neue Aufmerksamkeit für Klangfarbe, Einschwingvorgänge und Verläufe. Neben rein vom Band abgespielten Werken entstanden Stücke für Instrumente und Zuspielung. Von der zeitgleich entstandenen elektronischen Musik, die zunächst mit synthetisch erzeugten Klängen arbeitete, unterscheidet sie sich im Ausgangsmaterial; beide Ansätze näherten sich bald einander an.

Spielpraxis

Bei Werken mit Zuspielung kläre Technik, Lautsprecheraufstellung und Lautstärkeverhältnisse früh; sie gehören zur Interpretation. Übe mit der Zuspielung, weil sie das Tempo unnachgiebig vorgibt. Lege Einsatzpunkte fest und probe den Start. Prüfe den Zustand historischer Aufnahmen rechtzeitig und halte eine geprüfte Kopie bereit. Bei rein elektroakustischen Werken ist die Einrichtung im Raum die eigentliche Aufführungsarbeit: Lautsprecherzahl, Aufstellung und Pegel entscheiden über das Ergebnis.

bei rein elektroakustischen Werken die Einrichtung im Raum die eigentliche Aufführungsarbeit ist: Zahl und Aufstellung der Lautsprecher, Pegel und Balance entscheiden über das Ergebnis, und dieselbe Aufnahme klingt in zwei Sälen verschieden. Plane dafür Probenzeit ein. Achte auf die Lautsprecherposition, weil räumliche Bewegung Teil der Komposition sein kann. Prüfe den Zustand historischer Aufnahmen rechtzeitig. Kläre vor dem Konzert, wer die Zuspielung bedient, und lege fest, wie im Fehlerfall verfahren wird, damit die Aufführung nicht abbricht. Prüfe zudem, ob das Werk eine bestimmte Zahl von Kanälen verlangt, weil sich daraus die Technik im Saal ergibt.