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Instrument

Oboe

Doppelrohrblattinstrument in Sopranlage.

Was es bedeutet

Die Oboe ist ein Holzblasinstrument mit konischer Bohrung und Doppelrohrblatt: Zwei aufeinanderliegende Rohrblätter schwingen gegeneinander und regen die Luftsäule an. Sie ist nicht transponierend und klingt, wie sie notiert wird, mit einem Umfang von etwa zweieinhalb Oktaven ab dem kleinen b. Ihr Klang ist schlank, obertonreich und leicht näselnd, mit großer Durchsetzungskraft, ohne laut zu sein. Zur Familie gehören außerdem die Oboe d'amore und das Englischhorn, die tiefer stehen und weicher klingen.

Musikalische Verwendung

Wegen ihres tragfähigen, klar erkennbaren Klanges dient die Oboe im Orchester traditionell als Stimmton­geberin und hat zahlreiche Solostellen, vor allem für gesangliche, klagende oder pastorale Charaktere. Sie verschmilzt weniger mit anderen Instrumenten als Flöte oder Klarinette und tritt deshalb eher als eigene Stimme hervor. Seit dem Barock, wo sie aus älteren Schalmeiinstrumenten hervorging, gehört sie zum festen Bestand des Orchesters und besitzt ein umfangreiches Solo- und Kammermusikrepertoire. Der Übergang von den lauten Schalmeien zur leiseren, differenzierteren Oboe im 17. Jahrhundert verlief fließend.

Spielpraxis

Das Rohrblatt bestimmt fast alles — Ansprache, Intonation, Klang und Ausdauer; Oboisten fertigen und bearbeiten ihre Blätter in der Regel selbst und halten stets mehrere eingespielte bereit. Der Luftverbrauch ist gering, der Luftdruck dagegen hoch: Das führt dazu, dass verbrauchte Luft abgelassen werden muss, weshalb Atemstellen auch zum Ausatmen dienen. Plane sie bewusst und notiere sie. Halte den Ansatz rund und locker, damit der Ton nicht gedrückt klingt. Wässere das Blatt kurz vor dem Spiel und lass es danach trocknen. Prüfe Polster und Dichtigkeit regelmäßig, weil Undichtigkeiten zuerst die Tiefe verderben.

die Oboe im Orchester den Stimmton gibt und deshalb selbst besonders zuverlässig stimmen muss: Wärme das Instrument an, prüfe das Blatt und gib den Ton ruhig und in gleichbleibender Lautstärke. Im Zusammenspiel setzt sich die Oboe leicht durch; in Mischungen mit Flöte oder Klarinette ist deshalb bewusstes Zurücknehmen nötig. Für Solostellen lohnt es, die Begleitung zu kennen und die Phrasierung darauf abzustimmen. Halte mehrere eingespielte Blätter bereit, weil ein Blatt während eines Konzerts nachlassen kann.