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Instrument

Posaune

Die Posaune ist ein tiefes Blechblasinstrument, dessen Rohrlänge mit einem Zug verändert wird. Sie hat sieben Zugpositionen, die jeweils einen Halbton auseinanderliegen. Anders als Horn oder Trompete wird sie klingend notiert, meist im Bassschlüssel, im Orchester auch im Tenor- oder Altschlüssel.

Familie
tiefes Blechblasinstrument mit Zug
Zugpositionen
sieben, je einen Halbton auseinander
Notation
klingend (in C), meist im Bassschlüssel
Bauformen
Altposaune (meist in Es), Tenorposaune (B), Bassposaune (B)
Besonderheit
echtes Glissando durch Verschieben des Zugs

Ein Blechblasinstrument mit Zug

Die Posaune ist ein tiefes Blechblasinstrument mit weitgehend zylindrischem Rohr. Statt Ventilen hat sie einen Zug: ein U-förmiges Rohrstück, das der Spieler hinein- und herausschiebt. Damit verändert er die Länge des Rohrs und so die Tonhöhe. In der Regel gibt es sieben Zugpositionen, auch Lagen genannt, die sich jeweils um einen Halbton unterscheiden. Der deutsche Name geht über altfranzösisch „buisine“ auf lateinisch „bucina“ zurück.

Von Zugposition zu Zugposition je ein Halbton

b a as g ges f e

Eigenes Beispiel für die Tenorposaune in B: Derselbe Naturton wird mit jeder weiteren Zugposition einen Halbton tiefer, von B in der ersten bis E in der siebten Position.

Glissando mit dem Zug

4 4

Eigenes Beispiel: Der Zug gleitet von der ersten in die siebte Position, der Ton sinkt stufenlos von f um sechs Halbtöne auf H.

Echtes Glissando

Weil der Zug stufenlos verschoben werden kann, gleitet die Posaune als einziges Blechblasinstrument von einer Tonhöhe zur anderen, ohne Stufen dazwischen: ein echtes Glissando. Mit Ventilen geht das nicht.

Klingend notiert, in drei Schlüsseln

Die Tenorposaune wird ohne Transposition notiert, also klingend in C, überwiegend im Bassschlüssel. Im Orchester steht sie häufig auch im Tenorschlüssel, seltener im Altschlüssel. Die Altposaune ist heute deutlich seltener als Tenor- und Bassposaune.

BauformStimmungHinweis
Altposaunemeist Esheute deutlich seltener als Tenor- und Bassposaune
TenorposauneBdie bei weitem gängigste Bauform
BassposauneBeine etwas größere Tenorbassposaune

Im Notenarchiv teilen sich bei Dvořák Alt- und Tenorposaune ein System im Altschlüssel. Weil Posaunen klingend notiert werden, haben sie dieselbe Vorzeichnung wie Flöten und Oboen, anders als die transponierend notierten Hörner und Trompeten.

Posaune im Notenarchiv

Zum Üben: Singe die erste Notenzeile mit und stell dir dabei vor, wie der Zug Stück für Stück herausgeschoben wird. Jede Position macht den Ton einen Halbton tiefer.

Häufige Fehler

  • Die Posaune transponierend lesen: Sie wird klingend notiert, anders als Horn oder Trompete.
  • Den Altschlüssel für einen Fehler halten: Alt- und Tenorposaunenstimmen stehen im Orchester oft in C-Schlüsseln.
  • Ein Glissando über mehr als sechs Halbtöne erwarten: Von der ersten bis zur siebten Position sind es sechs Halbtöne; weiter reicht ein Glissando auf einem Naturton nicht.