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Form

Reigen

Volkstümlicher Tanz im Kreis.

Was es bedeutet

Der Reigen ist ein Gemeinschaftstanz, bei dem die Tanzenden sich an den Händen fassen und im Kreis oder in einer Kette bewegen. Er gehört zu den ältesten Tanzformen überhaupt und ist in vielen Kulturen verbreitet.

Kennzeichnend ist, dass nicht Paare einzeln tanzen, sondern eine Gruppe gemeinsam. Die Bewegungen sind meist einfach und wiederholen sich, damit alle Beteiligten mittanzen können. Häufig singen die Tanzenden dazu selbst — der Reigen ist dann zugleich Lied und Tanz.

Verwandt ist der Branle der Renaissance, ein Ketten- und Kreistanz, der als eine besondere Form des Reigens gelten kann. Von Paartänzen wie dem Walzer oder der Polka unterscheidet sich der Reigen grundlegend durch die Gemeinschaftsform.

Im übertragenen Sinn bezeichnet das Wort auch eine Folge, in der mehrere Beteiligte nacheinander auftreten.

Im Notenbild

Reigen werden häufig als einfache Lieder notiert, mit schlichter Melodie in geradem oder ungeradem Takt und klar gegliederten, wiederholten Abschnitten. In Bearbeitungen erscheinen sie mit Begleitung und gelegentlich mit Hinweisen auf die Tanzbewegungen.

Musikalische Verwendung

Reigentänze gehören zur Volksmusik vieler Regionen und begleiten Feste und Bräuche. Im Mittelalter und in der Renaissance sind sie als höfische und bäuerliche Tänze belegt. In der Kinderlied- und Tanzpädagogik spielen sie bis heute eine wichtige Rolle. In der Kunstmusik erscheinen sie als Anklang an ländliche oder festliche Szenen.

Der Reigen ist eine der ältesten Tanzformen: Die Tänzer bewegen sich im Kreis oder in einer Kette, oft mit Gesang. Im Mittelalter waren Reigen bei Festen verbreitet, und viele Volkstänze gehen auf ihn zurück. In der Dichtung meint Reigen auch eine Kette von Szenen. Der Reigen ist im deutschsprachigen Raum seit dem Mittelalter belegt.

Spielpraxis

Halte das Tempo gleichmäßig und leicht mitzutanzen. Spiele die Melodie schlicht und deutlich, damit sie mitgesungen werden kann. Betone die Schwerpunkte, die den Tanzschritt tragen. Und passe das Tempo bei Bedarf der tanzenden Gruppe an.