Salve Regina
Marianische Antiphon.
Was es bedeutet
Das Salve Regina ist eine der vier großen marianischen Antiphonen der lateinischen Liturgie. Sie wird im Stundengebet am Ende des Tages gesungen, und zwar in einem bestimmten Abschnitt des Kirchenjahres; die übrigen Zeiten haben jeweils eigene Antiphonen. Der Text ist ein Gruß- und Bittgebet an Maria. Überliefert ist die Melodie in einer feierlichen und einer schlichteren Fassung, die beide weit verbreitet sind.
Musikalische Verwendung
Wegen ihrer festen Stellung im täglichen Gebet gehört die Antiphon zu den bekanntesten Melodien des Chorals und wurde vielfach mehrstimmig vertont — von der Renaissance bis in die Gegenwart, als schlichter Satz ebenso wie als ausgedehnte Motette. Vertonungen greifen teils die Choralmelodie als Cantus firmus auf, teils setzen sie den Text frei. Der zweiteilige Bau des Textes, der von Anrufung zu Bitte fortschreitet, gibt der Musik eine natürliche Gliederung; die wiederholten Ausrufe am Ende bieten Gelegenheit zu Steigerung oder zu allmählichem Verklingen.
Spielpraxis
Kläre, welche Melodiefassung gemeint ist, und singe sie mit ruhiger, geschlossener Tongebung ohne Vibrato. Gestalte den Text vom lateinischen Wortakzent her und atme an den durch Striche markierten Stellen. Bei mehrstimmigen Vertonungen prüfe, ob die Choralmelodie zitiert wird, und mache sie hörbar. Achte auf gemeinsame Aussprache und einheitliche Vokalfarben. Im liturgischen Gebrauch richtet sich die Wahl nach dem Kirchenjahr; kläre das mit der Gottesdienstleitung.
die Antiphon im Stundengebet einen festen Platz hat und ihre Verwendung an die Zeit des Kirchenjahres gebunden ist: Prüfe das, bevor du sie im Gottesdienst einsetzt, und kläre es mit der Leitung. Kläre außerdem, welche Melodiefassung gemeint ist, weil eine feierliche und eine schlichtere überliefert sind. Singe mit ruhiger, geschlossener Tongebung ohne Vibrato und gestalte vom lateinischen Wortakzent her. Vertonungen stammen unter anderem von Pergolesi und Schubert. Prüfe, ob eine mehrstimmige Vertonung den Choral zitiert, weil die Gestaltung dann von der Melodie auszugehen hat.