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Moderne

Sampling

Verwendung eines Ausschnitts einer bestehenden Tonaufnahme in einem neuen musikalischen Kontext.

Was es bedeutet

Sampling bezeichnet die Verwendung eines Ausschnitts aus einer bereits existierenden Tonaufnahme – eines Samples – in einem neuen musikalischen Zusammenhang. Das kann ein einzelner Klang, ein Rhythmus-Break, eine Basslinie, ein Gesangsfetzen oder ein ganzer Takt sein.

Anders als ein Zitat, das ein Motiv nachspielt, wird beim Sampling die konkrete Tonaufnahme selbst weiterverwendet: dieselbe Klangfarbe, dieselbe Raumakustik, dasselbe Timing der ursprünglichen Aufnahme werden Teil des neuen Stücks.

Musikalische Verwendung

Sampling wurde durch die Entwicklung digitaler Sampler in den frühen 1980er-Jahren praktisch nutzbar und prägte HipHop, wo Produzenten Rhythmus-Breaks aus Funk- und Soulplatten als Grundlage neuer Beats verwendeten. Von dort verbreitete es sich in fast alle Popmusikrichtungen, von House und Drum & Bass bis zu zeitgenössischer Popproduktion.

Ein Sample kann unverändert übernommen, in der Tonhöhe verschoben, zeitlich gestreckt, in Schleife gelegt (Loop) oder in winzige Stücke zerlegt und neu zusammengesetzt werden. Manche Produktionen bestehen fast ausschließlich aus solchen Bausteinen, andere setzen ein einzelnes Sample nur als Farbtupfer ein.

Abzugrenzen ist Sampling vom Zitat, das nur die musikalische Idee, nicht die Aufnahme selbst übernimmt, und vom Cover, das ein Stück komplett neu einspielt. Rechtlich gilt die verwendete Aufnahme in vielen Ländern als eigenständig geschütztes Tonträgerrecht neben dem Urheberrecht der Komposition, weshalb Sampling meist eine Lizenz oder Klärung mit den Rechteinhabern erfordert.

Spielpraxis

Wenn du mit Samples arbeitest, höre genau hin, ob Tempo und Tonart des Samples zu deinem eigenen Stück passen – oft musst du das Sample zeitdehnen oder transponieren, ohne dass es unnatürlich klingt. Achte außerdem auf rechtliche Fragen, bevor du ein Sample veröffentlichst.