Schnabel (Instrument)
Mundstück der Klarinette und ähnlicher Blasinstrumente.
Was es bedeutet
Schnabel ist die ältere, heute seltener gebrauchte Bezeichnung für das Mundstück der Klarinette und verwandter Instrumente mit einfachem Rohrblatt. Der Name bezieht sich auf die charakteristische, an einen Vogelschnabel erinnernde Form des Mundstücks, an dessen flacher Unterseite das Rohrblatt befestigt wird.
Historisch wurde der Begriff auch auf die veraltete, gerade gebaute Schnabelflöte angewendet, deren Anblasöffnung dieselbe schnabelartige Form aufweist.
Musikalische Verwendung
Das Schnabel-Mundstück formt den Luftstrom, den die Spielerin oder der Spieler in das Instrument bläst, und bringt gemeinsam mit dem daran befestigten Rohrblatt die Luftsäule im Instrument zum Schwingen. Form, Öffnung (die sogenannte Bahnöffnung) und Material des Schnabels beeinflussen dabei erheblich Klangfarbe, Ansprache und benötigten Luftdruck.
Der Begriff Schnabel selbst ist heute im deutschen Sprachgebrauch weitgehend durch Mundstück ersetzt worden, findet sich aber noch in historischen Instrumentenbeschreibungen und in Fachliteratur des 19. Jahrhunderts.
Abzugrenzen ist der Schnabel der Klarinette vom Mundstück der Blockflöte, das zwar ebenfalls eine schnabelartige Form hat, aber ohne Rohrblatt arbeitet und den Luftstrom stattdessen an einer scharfen Kante bricht.
Spielpraxis
Achte darauf, das Rohrblatt exakt und ohne Verkantung auf dem Schnabel zu befestigen, da schon geringe Abweichungen die Ansprache spürbar erschweren. Experimentiere bei Anspracheproblemen zunächst mit der Position des Rohrblatts, bevor du das Mundstück selbst wechselst.