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Instrument

Klarinette

Holzblasinstrument mit einfachem Rohrblatt und zylindrischer Bohrung.

Was es bedeutet

Die Klarinette ist ein Holzblasinstrument mit einem einfachen Rohrblatt, das gegen ein Mundstück schwingt, und einer zylindrischen, also gleichbleibend weiten Bohrung. Diese Bauweise unterscheidet sie von den meisten anderen Holzblasinstrumenten und verleiht ihr einen besonders großen Tonumfang von über drei Oktaven sowie eine stark wandelbare Klangfarbe zwischen den Registern.

Musikalische Verwendung

Die Klarinette entwickelte sich Anfang des 18. Jahrhunderts aus dem älteren Chalumeau und wurde im Laufe der Zeit durch immer mehr Klappen erweitert, bis das sogenannte Böhm-System im 19. Jahrhundert eine zuverlässige, chromatisch vollständige Spielweise ermöglichte. Sie ist fester Bestandteil des Orchesters, der Blaskapelle und vieler Kammermusikbesetzungen und spielt eine zentrale Rolle im Klezmer, wo ihre Fähigkeit zu Glissandi und ausdrucksstarken Verzierungen besonders genutzt wird. Auch im Jazz, etwa bei Benny Goodman, hatte die Klarinette prominente Auftritte.

Abzugrenzen ist die Klarinette von der Oboe und dem Fagott, die mit einem Doppelrohrblatt spielen und konisch gebohrt sind, sowie von der Saxofonfamilie, die zwar ebenfalls ein einfaches Rohrblatt nutzt, aber aus Metall gefertigt und konisch gebohrt ist.

Spielpraxis

Übe auf der Klarinette einen stabilen, entspannten Ansatz, da das einfache Rohrblatt empfindlich auf Lippendruck reagiert. Nutze die großen klanglichen Unterschiede zwischen tiefer, mittlerer und hoher Lage bewusst gestalterisch, da sie ein zentrales Ausdrucksmittel des Instruments sind.