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Instrument

Klarinette

Die Klarinette ist ein Holzblasinstrument mit einfachem Rohrblatt. Die gebräuchlichsten Instrumente, die B- und die A-Klarinette, sind transponierend: Die B-Klarinette klingt eine große Sekunde tiefer als notiert, die A-Klarinette eine kleine Terz. In den Partituren von Beethoven und Dvořák im Notenarchiv stehen Klarinetten in A.

Familie
Holzblasinstrument mit einfachem Rohrblatt
B-Klarinette
klingt eine große Sekunde tiefer als notiert
A-Klarinette
klingt eine kleine Terz tiefer als notiert
Überblasen
in die Duodezime, nicht in die Oktave
Umfang
ungefähr vier Oktaven

Holzbläser mit einfachem Rohrblatt

Die Klarinette ist ein Holzblasinstrument mit teils zylindrischer, teils konischer Bohrung. Der Ton entsteht an einem einfachen Rohrblatt, kurz „Blatt“ oder „Blättchen“ genannt, das am Mundstück schwingt. Entstanden ist sie, als der Instrumentenbauer Johann Christoph Denner das ältere Chalumeau weiterentwickelte. Ihr Umfang ist mit ungefähr vier Oktaven für ein Blasinstrument sehr groß.

Überblasen in die Duodezime

Die Klarinette verhält sich akustisch wie ein einseitig geschlossenes, zylindrisches Rohr. Deshalb überbläst sie nicht in die Oktave wie Flöte oder Oboe, sondern in die Duodezime, eine Oktave plus Quinte. Mit derselben Griffkombination entsteht also beim Überblasen ein Ton, der eine Duodezime höher liegt.

Transponierend notiert

Die heute gebräuchlichsten Klarinetten stehen in B und in A. Sie klingen eine große Sekunde beziehungsweise eine kleine Terz tiefer als notiert. Gegriffen wird nach dem Notenbild; welcher Ton erklingt, hängt von der Stimmung des Instruments ab.

B-Klarinette: notiert und klingend

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Eigenes Beispiel: Der erste Takt zeigt, was notiert ist (c″, d″, e″, c″), der zweite, was eine B-Klarinette dabei spielt (b′, c″, d″, b′), eine große Sekunde tiefer.

A-Klarinette: notiert und klingend

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Dieselben notierten Töne auf der A-Klarinette: Sie klingen eine kleine Terz tiefer (a′, h′, cis″, a′).

NotiertB-Klarinette klingtA-Klarinette klingt
c″b′a′
d″c″h′
e″d″cis″
g″f″e″

Klarinette im Notenarchiv

Zum Üben: Nimm eine kurze Melodie in C-Dur und schreibe auf, wie sie für eine B-Klarinette notiert werden müsste, damit sie in C-Dur klingt: jeden Ton eine große Sekunde höher, also in D-Dur.

Häufige Fehler

  • Klarinettenstimmen klingend lesen: In B- und A-Stimmen steht der Griff; der Klang liegt tiefer.
  • Die Vorzeichnung der Klarinette für einen Druckfehler halten: Weil die Stimme transponiert ist, hat sie oft eine andere Vorzeichnung als die Flöten.
  • „in A“ für eine Tonart halten: Die Angabe nennt die Stimmung des Instruments, nicht die Tonart des Stücks.