Shamisen
Japanische dreisaitige Langhalslaute, mit einem großen Plektrum gespielt.
Was es bedeutet
Die Shamisen ist eine japanische Langhalslaute mit drei Saiten und einem kleinen, mit Haut bespannten Korpus. Der Hals hat keine Bünde, die Tonhöhe wird daher wie bei einer Fretless-Gitarre allein durch die Position der Finger bestimmt.
Gespielt wird sie mit einem großen, keilförmigen Plektrum, dem Bachi, das die Saiten und zugleich die Decke trifft und so den charakteristisch scharfen, perkussiven Klang erzeugt.
Musikalische Verwendung
Die Shamisen gelangte im 16. Jahrhundert aus dem Ryukyu-Raum nach Japan und entwickelte sich dort zu einem der wichtigsten Instrumente des traditionellen Musiklebens. Sie begleitet das Kabuki- und das Bunraku-Puppentheater, den erzählenden Gesang (Gidayu-bushi) und Volkslieder, in denen besonders die Tsugaru-Spielweise mit ihrer virtuosen, schlagenden Technik bekannt ist.
Je nach Gattung werden Größe des Halses, Stärke der Saiten und Plektrum angepasst; der Klang reicht von weich und lyrisch bis hart und rhythmisch treibend.
Abzugrenzen ist die Shamisen von der Laute und der Gitarre, die Bünde und einen Holzkorpus besitzen, sowie von der Koto, der japanischen Wölbbrettzither, die im Liegen mit Plektren an den Fingern gespielt wird.
Spielpraxis
Übe zunächst den gleichmäßigen Anschlag mit dem Bachi und achte darauf, dass er die Decke mittrifft, ohne sie abzudämpfen. Höre die Intonation ohne Bünde genau, denn jede Fingerposition muss hörend gefunden werden.