Sheng
Chinesische Mundorgel mit mehreren Bambus- oder Metallpfeifen und Metallzungen.
Was es bedeutet
Die Sheng ist eine chinesische Mundorgel, also ein Instrument, bei dem mehrere Pfeifen in einen gemeinsamen Windkasten münden, in den die Spielerin oder der Spieler bläst. Jede Pfeife trägt eine durchschlagende Metallzunge und hat ein Griffloch, das zum Erklingen geschlossen werden muss.
Sie gehört zu den ältesten Instrumenten der chinesischen Musik und ist der Vorläufer der europäischen Mundharmonika und verwandter Durchschlagzungeninstrumente.
Musikalische Verwendung
Die Sheng kann mehrere Töne gleichzeitig erklingen lassen und eignet sich damit sowohl für Melodien als auch für akkordische Begleitung. Da sie sowohl beim Ausatmen als auch beim Einatmen klingt, sind lange, ununterbrochene Klänge möglich.
In der traditionellen chinesischen Musik wird sie solistisch, im Ensemble und im Orchester eingesetzt; in modernen chinesischen Orchestern gibt es auch Instrumente mit Klappen und größerem Tonumfang.
Abzugrenzen ist die Sheng von der Orgel, die ebenfalls Pfeifen und Wind nutzt, aber mit Blasebalg und Tastatur arbeitet, sowie vom Akkordeon und der Mundharmonika, die zwar auch Metallzungen verwenden, aber anders gebaut sind.
Spielpraxis
Übe zunächst gleichmäßiges Ein- und Ausatmen, damit der Klang beim Wechsel der Atemrichtung nicht abreißt. Achte darauf, dass die nicht gespielten Pfeifen sicher unverschlossen bleiben, damit keine ungewollten Töne mitklingen.