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Verzierung

Smear

Jazz-Glissando.

Was es bedeutet

Smear bezeichnet im Jazz einen Effekt, bei dem ein Ton von unten her angeglitten wird: Der Einsatz liegt etwas unter der Zieltonhöhe, und die Stimme oder das Instrument zieht rasch nach oben in den eigentlichen Ton hinein. Das Wort bedeutet „verwischen" und beschreibt, dass der Tonanfang unscharf bleibt.

Die Figur gehört zu einer Gruppe verwandter Effekte, die in der Jazzpraxis eigene Namen tragen — darunter das Anziehen von unten, das Abfallen am Tonende und das Verbiegen der Tonhöhe während des Tons. Die Benennungen sind nicht streng festgelegt und werden je nach Tradition und Lehrbuch unterschiedlich gebraucht.

Verwandt ist der Effekt mit dem portamento der klassischen Praxis, unterscheidet sich aber in Funktion und Ausführung: Hier geht es nicht um das Verbinden zweier Melodietöne, sondern um die Färbung eines einzelnen Tonanfangs.

Im Notenbild

Angezeigt wird der Effekt meist durch eine kurze aufsteigende Linie oder einen Bogen vor dem Notenkopf, gelegentlich durch das Wort oder eine Abkürzung. Eine allgemein verbindliche Notation gibt es nicht; in Arrangements und Leadsheets finden sich verschiedene Zeichen, deren Bedeutung sich aus dem Zusammenhang erschließt.

Musikalische Verwendung

Der Effekt gehört zum Ausdrucksbestand der Bläser und Sänger im Jazz und in verwandten Stilen. Er gibt einem Ton Wärme und Nachdruck und ist Teil jener Tonbildung, die sich bewusst von der festen Tonhöhe der europäischen Kunstmusik entfernt. In Big-Band-Arrangements ist er häufig für ganze Sätze vorgeschrieben.

Es ist ein Gleiten von unten. Er ist typisch für Blechbläser. ## Spielpraxis

Setze unterhalb des Zieltons an und erreiche ihn rasch; der Ton soll den größten Teil seiner Dauer sauber klingen. Bei Bläsern gelingt das über Ansatz und Luftführung, nicht über die Griffe. Setze den Effekt sparsam ein und passe ihn dem Stil an. Und achte darauf, dass die Rhythmik genau bleibt — der Zielton liegt auf seiner Zählzeit.