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Form

Zugabe

Encore nach Konzertende.

Was es bedeutet

Eine Zugabe ist ein Stück, das nach dem offiziellen Ende eines Konzerts auf Wunsch des Publikums zusätzlich gespielt wird. Im Englischen und Französischen heißt sie encore, was „noch einmal" bedeutet.

Der Name verweist auf den Ursprung des Brauchs: Ursprünglich verlangte das Publikum, dass ein besonders gelungenes Stück oder ein Teil davon wiederholt wurde. Aus dieser Wiederholung entwickelte sich die heutige Praxis, ein zusätzliches, nicht im Programm angekündigtes Stück zu spielen.

Zugaben sind meist kurz und wirkungsvoll — ein virtuoses Stück, ein ruhiges, besinnliches oder ein bekanntes, das das Publikum erfreut. Oft stehen sie in Beziehung zum vorangegangenen Programm, etwa durch den Komponisten oder den Charakter. Sie sind kein Bestandteil des Werks, sondern Teil der Aufführungssituation.

Musikalische Verwendung

Der Brauch der Zugabe ist seit langem verbreitet. Im 18. und 19. Jahrhundert konnte das Publikum durch anhaltenden Beifall die Wiederholung einzelner Sätze oder Arien erzwingen, was mitunter zu Unterbrechungen der Aufführung führte. Später verlagerte sich die Zugabe an das Ende des Konzerts. Heute ist sie im Solisten- und Orchesterkonzert fast selbstverständlich, in manchen Zusammenhängen, etwa bei geistlichen Werken, jedoch unüblich.

Zugaben sind meist kurze, wirkungsvolle Stücke, die der Solist nach dem offiziellen Programm spielt, wenn der Beifall anhält. Sie sind nicht im Programm angekündigt und werden oft vom Künstler selbst angesagt. Häufig wählt man ein Stück, das zum Programm passt, etwa aus derselben Epoche oder vom selben Komponisten, oder ein virtuoses Schaustück. In Opernhäusern war es im 19. Jahrhundert üblich, beliebte Arien auf Verlangen des Publikums zu wiederholen, heute ist das selten. Die Zugabe gilt als Geste des Dankes an das Publikum und als Möglichkeit, eine persönliche Note zu setzen. ## Spielpraxis

Bereite Zugaben ebenso sorgfältig vor wie das Programm — sie sind der letzte Eindruck, den das Publikum mitnimmt. Wähle ein Stück, das zum Programm passt und die Stimmung des Abends aufgreift oder bewusst abrundet. Halte es kurz. Und entscheide nach dem Anlass, ob eine Zugabe angemessen ist.