Aequal
Bezeichnung für Orgelregister in normaler, achtfüßiger Tonhöhe, im Unterschied zu höher oder tiefer klingenden Registern.
Was es bedeutet
Aequal, vom lateinischen aequalis für „gleich“, bezeichnet in der Orgelbau- und Orgelspielterminologie Register, die in normaler, das heißt achtfüßiger Tonhöhe klingen. Ein Register in Aequallage gibt also genau den Ton wieder, der auf der Taste geschrieben steht, ohne ihn eine Oktave nach oben oder unten zu versetzen.
Damit steht Aequal im Gegensatz zu höher oder tiefer klingenden Registern, etwa den vierfüßigen Registern, die eine Oktave höher erklingen, oder den sechzehnfüßigen, die eine Oktave tiefer klingen. Die Fußzahl bezeichnet dabei traditionell die Länge der längsten Pfeife eines Registers und damit indirekt seine Tonhöhenlage.
Im Notenbild
Aequal ist keine eigene Notationsform, sondern eine Registrierbezeichnung. Auf Registerzügen der Orgel steht meist die Fußzahl 8', die die Aequallage kennzeichnet, im Unterschied zu 4', 2' oder 16' für höher beziehungsweise tiefer klingende Register.
Musikalische Verwendung
Die Unterscheidung zwischen Aequal- und Oktavregistern ist grundlegend für die Registrierpraxis der Orgel. Aequalregister bilden meist das klangliche Fundament einer Registrierung, auf das höhere und tiefere Register aufgebaut werden, um dem Klang mehr Fülle, Glanz oder Schwere zu verleihen.
Auch bei anderen Tasteninstrumenten wie dem Cembalo oder dem Harmonium wird gelegentlich zwischen Aequal- und Oktavregistern unterschieden, wobei das Prinzip demselben Gedanken folgt: Ein Register klingt entweder in der geschriebenen Tonhöhe oder um eine oder mehrere Oktaven versetzt.
Spielpraxis
Wenn du eine Orgel registrierst, beginne meist mit einem Aequalregister als Basis und ergänze je nach gewünschter Klangfülle Oktav- oder Untertonregister. So behältst du den Überblick darüber, in welcher Tonhöhe das Klangbild tatsächlich erklingt.