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Instrument

Altposaune

Posaune in Es, eine Quarte höher als die Tenorposaune.

Was es bedeutet

Die Altposaune ist eine Posaune, die meist in Es, seltener in F gestimmt ist, und liegt damit eine Quarte höher als die heute gebräuchlichere Tenorposaune. Ihr kürzeres Zugrohr und die kleinere Mensur ergeben einen helleren, schlankeren Klang und ermöglichen einen bequemeren Zugriff auf die hohe Lage.

Baulich unterscheidet sich die Altposaune von der Tenorposaune vor allem durch die kürzere Rohrlänge und die engere Bohrung, während das Grundprinzip des Zuges als Stimm- und Spielmechanik gleich bleibt.

Musikalische Verwendung

In den mehrstimmigen Posaunensätzen der Renaissance und des Barock übernahm die Altposaune traditionell die oberste Stimme eines dreistimmigen Ensembles aus Alt-, Tenor- und Bassposaune und war damit ein fester Bestandteil der kirchlichen und städtischen Bläsermusik jener Zeit.

Mit dem Aufkommen der Ventiltrompete und der zunehmenden Verbreitung der Tenorposaune für die hohe Lage im Orchester verlor die Altposaune ab dem frühen 19. Jahrhundert an Bedeutung und wurde in vielen Ensembles durch die Tenorposaune ersetzt.

In jüngerer Zeit erlebt die Altposaune eine Wiederbelebung: Sie wird heute vor allem in der historischen Aufführungspraxis sowie in chorisch-symphonischen Kontexten eingesetzt, in denen Komponisten wieder gezielt ihre helle Klangfarbe nutzen, und viele Berufsposaunisten beherrschen neben der Tenorposaune auch die Altposaune.

Spielpraxis

Beim Umstieg von der Tenor- auf die Altposaune musst du deine Zugpositionen neu kalibrieren, da die kürzere Rohrlänge engere Abstände zwischen den Positionen bedeutet. Nutze die kürzeren Wege bewusst für schnellere Lagenwechsel in hohen Passagen, achte aber darauf, den helleren Klang nicht zu forcieren.