Alttrompete
Eine Ventiltrompete in tieferer Alt-Stimmlage, meist in B.
Was es bedeutet
Als Alttrompete wird eine Ventiltrompete in tieferer, altähnlicher Stimmlage bezeichnet. August Reissmanns Handlexikon der Tonkunst von 1882 definiert sie schlicht als „eine Ventiltrompete in B“ und ordnet sie damit historisch der weiten Familie der B-gestimmten Blechblasinstrumente zu.
Der Name überträgt die aus dem Chorgesang bekannte Stimmlagenbezeichnung Alt auf ein Blechblasinstrument: Gemeint ist eine Trompete, deren Klangfarbe und Tonlage im Vergleich zur höheren, gebräuchlichen Trompete dunkler und tiefer angelegt sind.
Musikalische Verwendung
Der Begriff Alttrompete taucht vor allem in älteren, meist deutschsprachigen Musiklexika des 19. Jahrhunderts auf, während er sich in der modernen Orchesterpraxis nicht als eigenständige, weit verbreitete Instrumentenbezeichnung etabliert hat.
In der Praxis überschneidet sich das Feld der tieferen Trompeteninstrumente mit Bezeichnungen wie Basstrompete: Beide Begriffe beschreiben Trompetenbauformen, die für eine tiefere Stimmlage als die Standardtrompete ausgelegt sind, ohne dass die Terminologie über die Jahrhunderte hinweg einheitlich geblieben wäre.
Spielpraxis
Begegnest du dem Begriff Alttrompete in historischen Quellen oder Partituren, prüfe im Zweifel die konkrete Stimmung und den Tonumfang des gemeinten Instruments, da die Bezeichnung nicht immer einheitlich verwendet wurde. Für die praktische Ausführung genügt meist eine handelsübliche B-Trompete oder gegebenenfalls eine Basstrompete, je nach gefordertem Tonumfang.