Amplitude
Schwingungsweite; bestimmt die Lautstärke eines Tons.
Was es bedeutet
Die Amplitude bezeichnet die maximale Auslenkung einer schwingenden Größe aus ihrer Ruhelage, bei einer Schallwelle also die größte Druck- oder Auslenkungsänderung der Luft gegenüber dem Umgebungsdruck. Je größer die Amplitude einer Schwingung, desto lauter wird der erzeugte Ton wahrgenommen.
Zu unterscheiden ist die Amplitude von der Frequenz: Die Frequenz bestimmt, wie hoch oder tief ein Ton klingt, die Amplitude dagegen, wie laut er klingt. Beide Größen sind unabhängig voneinander veränderbar.
Musikalische Verwendung
In der Akustik und der elektronischen Klangerzeugung ist die Amplitude eine der grundlegenden Größen zur Beschreibung eines Schallsignals, neben Frequenz, Klangfarbe und Dauer. In Synthesizern und digitaler Klangbearbeitung wird der zeitliche Verlauf der Amplitude über eine Hüllkurve gesteuert, die etwa in der ADSR-Hüllkurve die Phasen Attack, Decay, Sustain und Release festlegt.
Auch beim Musizieren mit akustischen Instrumenten hängt die Amplitude der erzeugten Schwingung unmittelbar mit der Anschlagsstärke, dem Bogendruck oder der Atemunterstützung zusammen: je kräftiger der Impuls, desto größer die Amplitude und damit die Lautstärke.
Spielpraxis
Wenn du mit elektronischer Klangerzeugung arbeitest, beobachte gezielt, wie sich Änderungen der Hüllkurvenparameter auf die Amplitude und damit auf die Lautstärkeentwicklung eines Klangs auswirken, um dynamische Verläufe bewusst zu gestalten statt sie dem Zufall zu überlassen.